Ermittler haben nach akribischen Ermittlungen im Bezirk Baden (Niederösterreich) und in Wien ein mutmaßliches Drogenlabor ausgehoben. Drei Personen wurden festgenommen, große Mengen an Drogen und sogar Waffen sichergestellt. Alles begann mit einem Hinweis des Bundeskriminalamts am Donnerstag, den 19. März.
Eine Tätergruppe soll demnach tonnenweise Vorläuferstoffe zur Drogenherstellung aus dem Ausland nach Österreich gebracht haben. Sofort nahm das Landeskriminalamt Niederösterreich die Ermittlungen auf.
Nach intensiver Arbeit wurden die Beamten fündig: In einem angemieteten Gehöft in Furth an der Triesting (Bezirk Baden) dürfte sich ein Drogenlabor befunden haben. Zusätzlich wurde eine weitere Produktionsstätte samt "Suchtmittelbunker" in einem Mehrparteienhaus in der Wiener Leopoldstadt lokalisiert. Die Szenen vor Ort erinnern an ein Drogen-Labor wie aus der Netflix-Serie "Breaking Bad".
Am Montag klickten schließlich dann die Handschellen. In einer groß angelegten, koordinierten Aktion stürmten Bedienstete des Bundeskriminalamtes und des Einsatzkommandos Cobra die Kriminalisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich die Objekte. Grund des Großeinsatzes: Die chemischen Prozesse in solchen Laboren gelten als hochgefährlich.
Bei den Durchsuchungen machten die Beamten einen brisanten Fund: große Mengen Amphetaminpaste, Methamphetamin, zahlreiche Chemikalien sowie Laborzubehör. Auch zwei als gestohlen gemeldete Faustfeuerwaffen wurden entdeckt. Zwei österreichische Männer (42 und 39 Jahre) wurden noch vor Ort festgenommen.
Doch damit nicht genug: Bereits einen Tag später, am Dienstag, konnten Fahnder eine weitere Beschuldigte ausforschen. Die 51-jährige Polin ohne festen Wohnsitz wurde im 20. Wiener Bezirk festgenommen.
Bei den Einvernahmen zeigten sich die Verdächtigen nicht geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden alle drei in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.