Droht nun auch das Aus des Frequency-Festivals?

Die Vorbereitungen und der Ticketverkauf laufen, doch die Unsicherheit ist da: Auch das Frequency in St. Pölten bangt um die Durchführung.

Derzeit steht der Kultur- und Festivalplan auf der Stopptaste: Es hagelt wegen der Corona-Krise eine Absage nach der anderen, zuletzt traf es auch das riesige Novarock-Festivalim burgenländischen Nickelsdorf.

Wie sieht es nun mit dem Frequency-Festival in St. Pölten aus? Es ist jedenfalls ein Wettlauf gegen die Zeit, ob, wann und wie das Coronavirus in Österreich so weit eingedämmt werden kann, dass eine Veranstaltung in dieser Dimension (rund 50.000 Gäste täglich) Ende August auf engstem Raum durchgeführt werden kann.

Absage? Ticketpreis wird refundiert

Laut Veranstalterhomepage sind schon 90 Prozent der Festivalpässe verkauft. Was, wenn das Frequency nicht stattfinden kann? "Im aktuell unwahrscheinlichen Fall, dass das Festival vollständig abgesagt werden muss, kann/können die Karte(n) zur Refundierung auf jenem Weg retourniert werden, auf dem sie bezogen wurde(n). Der Ticketpreis wird dann (exklusive Gebühren und allfälliger Spesen der Vorverkaufsstellen refundiert", hieß es kürzlich in einem Statement des Veranstalters auf Facebook.

Von 20. bis 22. August ist die Durchführung des Festivals in St. Pölten geplant. "Eine Verschiebung ist sicher schwierig. Wir sind natürlich in enger Abstimmung mit dem Veranstalter und es ist so, dass man etwa ein Monat noch zuwarten kann, wie sich die Situation dann darstellt. Es geht natürlich auch um Acts, um Reisepläne", sagt Michael Koppensteiner, Leitung Medienservice im Magistrat St. Pölten, zu "Heute".

Einer der Hauptfaktoren neben der aktuellen Lage im Sommer in Österreich sind sicherlich die internationalen Bands, die auch einen engmaschigen Tourplan haben. Werden die Grenzen noch geschlossen sein? Findet ein Flugverkehr statt? Das sind alles zum jetzigen Zeitpunkt noch offene Fragen.

"Verbindliche Klarstellung ausständig"

Dem Veranstalter bleibt jedenfalls zum derzeitigen Zeitpunkt nicht viel übrig, als abzuwarten. Gibt es einen Plan B - etwa, dass vielleicht das Frequency-Festival heuer doch noch nach hinten verschoben wird (Anm.: das Wiener Donauinselfest wurde etwa wegen des Coronavirus verschoben und soll vom 18. bis 20. September stattfinden)? Und wie sieht es mit den anderen, bereits früher geplanten Festivals (Clam Rock, Lovely Days und Picture On) aus? "Abseits der Nova Rock-Absage können wir aktuell nur folgendes kommunizieren: Wir sind in regelmäßigem Kontakt mit der Regierung und auch den zuständigen Behören bezüglich Sommerfestivals, bis dato ist jedoch von diesen eine verbindliche Klarstellung ausständig", so Christoph Käfer von Barracuda Music auf "Heute"-Anfrage.

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