Schafft Wrestling-Domina den Sprung in den Recall?

Mit Lackoutfit und Lederpeitsche tritt Lydia Kelovitz am Samstag vor das Jury-Pult bei "DSDS", um neuer Superstar zu werden.
Schock in der sonst so glattgebügelten Castingshow-Welt. Mit Lackoutfit und Lederpeitsche tritt Lydia Kelovitz (29) am Samstag (20.15 Uhr, RTL) vor das Jury-Pult bei "DSDS", um neuer Superstar zu werden.

Gemeinsam mit zwei freizügigen Tänzerinnen will die Niederösterreicherin Dieter Bohlen (65) und Co. von sich überzeugen. In einer ersten Reaktion versucht der Pop-Titan sogar aus dem Studio zu fliehen. "Ich hätte auch Angst vor mir, wenn ich ein starker Mann wäre", schmunzelt Lydia im Talk mit "Heute".



Angst davor, vom RTL-Lästermaul verrissen zu werden, hatte sie nicht: "Wenn man sich bei DSDS bewirbt, muss man damit rechnen, dass es negative Kommentare hageln wird".

Ob die Hobby-Wrestlerin, die als Sachbearbeiterin bei einer Versicherung arbeitet, einen Recall-Zettel erhält, darf noch nicht verraten werden. "Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dass eine Österreicherin gewinnt", gibt sich die junge Frau ähnlich selbstbewusst wie ihr Outfit.

Das ganze Interview mit Lydia Kelovits

Heute: Wie kam es dazu, dass du dich bei DSDS angemeldet hast?

Lydia: Ich bin am Samstag ab 20:15 Uhr bei DSDS auf RTL zu sehen. Ich hab mich deswegen angemeldet, weil ich die Sendung schon seit Ewigkeiten verfolge und mir immer denke, da sind witzige Kandidaten dabei. Aber witzig sein und Entertainment kann ich besser. Zusätzlich hat mich eine Freundin animiert, dass wir zusammen eine echt tolle Show hinbringen. Seid am Samstag gespannt, weil mit meinen zwei Begleiterinnen gibt es eine Triple-Show von uns.

Heute: Warst du vorher schon einmal bei einer Castingshow?

Lydia: Ich war schon mal bei DSDS dabei, allerdings ist das schon ganz lange her. Seitdem habe ich mich optisch verändert. Ich hatte leider einen Darmverschluss, aufgrund dessen hab ich mich optisch verändert. Ich habe sehr viel abgenommen und im Zuge dessen hab ich mich auch von Schönheitschirurgen aufputschen lassen. Ich hab eine Brust-OP gehabt und jetzt lass ich mir ab und zu Hyaluron und Botox spritzen, damit mein Gesicht auch frischer aussieht. Ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste. Damals hatte ich auch noch meine Naturhaarfarbe, ich war dunkel, jetzt bin ich blond. Ich steh auch dazu, dass ich das gemacht hab. Und diese Krankheit, der Darmverschluss, war eigentlich der Beginn meiner Veränderung und jetzt bin ich soweit, dass ich noch einmal zu DSDS gehe. Mal sehen, wie weit mich dieser Weg führt.

„Aber da geht es auch um ur viel Kohle. Damit kann ich mir dann wieder die eine oder andere Schönheitsoperation finanzieren."


Heute: Wie weit soll er dich führen?

Lydia: Manche sagen, sie machen nur wegen dem Spaß und dem Dabeisein mit. Aber da geht es auch um ur viel Kohle. Damit kann ich mir dann wieder die eine oder andere Schönheitsoperation finanzieren. Ich will unbedingt gewinnen. Das ist eh klar. Ich hoffe, dass dieses Mal wieder eine Frau gewinnt. Ein Österreicher oder eine Österreicherin haben noch nie bei DSDS gewonnen. Jetzt wäre mal der richtige Zeitpunkt, dass eine Österreicherin gewinnt.

Heute: Warum könntest gerade du diese Österreicherin sein?

Lydia: Ich bin davon überzeugt, dass die Leute jetzt einmal bereit sind, etwas Außergewöhnliches cool zu finden - nämlich mich. Weil ich den Leuten zeig, dass es egal ist, was man anzieht oder was man macht. Solange man niemandem wehtut und eine positive Ausstrahlung hat, kann das auch gut ankommen, sodass die Leute mich auch zur Gewinnerin wählen können. Don't judge a book by its cover - man soll nicht immer zu viele Vorurteile haben. Man sollte sich das ganze erst ansehen, ehe man ein Urteil abgibt.

„Ach, ich liebe den Dieter Bohlen so sehr. Ich liebe ihn für seine Sprüche."


Heute: Welchen Song singst du beim Casting?

Lydia: Pony von Ginuwine. Den Song kennt man ja aus "Magic Mike", das ist ein Film, wo Männer strippen. Und wir machen das auf weiblicher Basis.



Heute: Warst du nervös wegen den Sprüchen von Dieter Bohlen?

Lydia: Ach, ich liebe den Dieter Bohlen so sehr. Ich liebe ihn für seine Sprüche. Bei mir meinte er so: "Naja, wenn ich so einen Body hätte wie du, dann hätte ich mich aber mehr bekleidet". Ich musste so viel lachen, schon während dem Auftritt. Ich glaube, er wollte, dass ich ein bisschen beleidigt bin. Ich denke, wenn man sich bei DSDS bewirbt, muss man schon damit rechnen, dass es negative Kommentare hageln wird und nicht nur positive.

„Ich hab einfach permanent den Mund offen."


Heute: Wie waren sonst die Jury-Reaktionen auf deinen Auftritt? Rein optisch!

Lydia: Ich denke, ich würde da schon zu viel verraten. Die erste Reaktion von Dieter Bohlen ist ja schon bekannt, nämlich dass er die Flucht ergreifen will vor uns. Das versteh ich auch, ich bin Wrestlerin. Ich hätte ja auch Angst vor mir selber, wenn ich ein starker Mann wäre.

Heute: Wie bist du zur Musik gekommen?

Lydia: Meine Mama hat immer gesagt, dass ich schon gesungen hab bevor ich gesprochen habe. Schon mit anderthalb Jahren hab ich die Kinderlieder gesungen. Und dann hab ich nicht mehr aufgehört zu singen. Und zu reden. Ich hab einfach permanent den Mund offen.

Heute: Gibts Pläne, irgendwann von der Musik zu leben?

Lydia: Kaum zu glauben, aber ich hab auch einen seriösen Job bei einer großen Versicherungsfirma. Das ist meine Nummer 1 in meinem Leben. Das ist das, was mich ausmacht und worin ich auch gut bin. Damit finanziere ich meinen Lebensunterhalt. Falls es sich irgendwann ergibt, dass ich mit der Musik meinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann würde ich natürlich das vorgreifen. Ansonsten bleibt mein seriöser Job schon Nummer 1.

„Ich mach einfach das, wozu ich Lust hab. Und das ist halt viel mit Freunden machen, Party machen, Gridgirl sein, witzige Sachen posten auf Instagram, mich freizügig zeigen."


Heute: Neben deinem 40-Stunden-Job und der Musik machst du auch noch Wrestling und bist auch als Model und Gridgirl tätig. Wie geht sich das alles aus?

Lydia: Viele Leute fragen mich, wann ich eigentlich schlafe oder Zeit für die Familie oder für einen Freund hab. Hab ich eigentlich nicht wirklich. Weil ich eben immer voll verplant bin mit meinen Freizeitaktivitäten nebenbei. Und das macht mir auch Spaß. Ich finde, dass sollten die Leute auch machen - einfach das, was einem Spaß macht, und nicht ein Lebensziel verfolgen, das im Bilderbuch vorgegeben ist. Ich muss einen Freund haben, ich muss Kinder haben, ein Haus, den Job haben oder das studieren. Ich mach einfach das, wozu ich Lust hab. Und das ist halt viel mit Freunden machen, Party machen, Gridgirl sein, witzige Sachen posten auf Instagram, mich freizügig zeigen. Weil ich viel abgenommen hab. Mein Körper ist nicht perfekt, das ist mir bewusst. Ich zeig auch immer bewusst meine Narbe von der Operation. Ich will einfach Menschen ein bisschen inspirieren, dass sie sich mehr trauen, wenn sie sich gut dabei fühlen. Wenn sie mich Verrückten sehen - die traut sich das - dann denken sie sich vielleicht, sich auch einmal was zu trauen. Wenn ich so mutig bin und das zeige, vielleicht inspiriere ich dann auch andere Leute.



Heute: Wie stehen deine Freunde, deine Familie, deine Arbeitskollegen zu dir?

Lydia: Also wenn man mich zuerst sieht, auf Instagram oder in meinem knappen und engen Partyoutfit, dann denkt man sich 'Uh, was ist denn das für eine Tussi, die ist sicher voll arrogant und eingebildet'. Meine Freunde und Familie, die haben das am Anfang vielleicht auch gedacht. Sobald man aber ein Wort mit mir spricht - nein, das ist vielleicht zu wenig - eine Minute mit mir spricht, denkt man sich 'Na, die ist eh nicht so, die ist lustig'. Wenn ich neue Arbeitskollegen bekomme, haben die am Anfang auch Angst vor mir. Dann lernen die mich kennen und finden mich eigentlich alle sehr nett, lustig und verrückt.



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