Seit mehr als 20 Jahren gehört DSDS zu den bekanntesten Castingshows im deutschsprachigen Raum. Doch jetzt melden sich ehemalige Kandidaten mit harter Kritik zu Wort - und werfen einen Schatten auf die bevorstehende neue Staffel.
Annemarie Eilfeld, die 2009 bei DSDS dabei war, findet deutliche Worte über ihre Erfahrungen. "Ich habe wirklich viel Scheiße essen müssen, um das mal auf Deutsch zu sagen", erklärt die Sängerin. Die damalige Zeit habe bei ihr Spuren hinterlassen: "Es hat mich nachhaltig ziemlich beschäftigt und auch teilweise traumatisiert."
Würde sie Nachwuchssängern heute empfehlen, bei DSDS mitzumachen? Ihre Antwort fällt eindeutig aus, wie Bunte berichtet: "Auf gar keinen Fall. Wenn ihr wirklich ernsthaft Sänger werden möchtet, dann halte ich das für den falschen Weg heutzutage."
Auch Silvia Amaru, die 2012 bei DSDS teilnahm, hat rückblickend Probleme mit ihrer Darstellung in der Sendung. Sie habe nach der Show mit ihrem Image zu kämpfen gehabt, weil sie aus ihrer Sicht im Fernsehen arrogant dargestellt worden sei. Dieses Bild verfolge sie teilweise bis heute.
DSDS-Sieger Mark Medlock äußert sich nüchtern über seine Zeit bei der Show und seine Beziehung zu Juror Dieter Bohlen: "Wir waren mal etwas essen, haben uns mal hingesetzt und geredet, aber das ist das Business. Wir waren keine besten Freunde." Mittlerweile bestehe zwischen ihm und Bohlen auch kein Kontakt mehr.
Medlocks Fazit fällt ernüchternd aus: "Das Business ist hart. Da geht's ums Geld - das darf man nicht vergessen." Damit bekommt die bevorstehende neue DSDS-Runde bereits vor dem eigentlichen Casting-Start einen unerwarteten Beigeschmack.
Während RTL wieder nach neuen Gesangstalenten sucht, zeigen die Aussagen früherer Kandidaten, dass die große TV-Chance auch Schattenseiten haben kann. 2027 feiert DSDS das 25-jährige Jubiläum - ob die Kritik der ehemaligen Teilnehmer die Show beeinflusst, bleibt abzuwarten.