Du hast wahrscheinlich Koks an deinen Fingern

Auch wenn du nie Drogen genommen hast: An deinen Händen finden sich möglicherweise Spuren von Kokain.
Auch wenn du nie Drogen genommen hast: An deinen Händen finden sich möglicherweise Spuren von Kokain.Bild: Unsplash
Eine neue Methode kann mittels Fingerabdruck herausfinden, ob jemand Kokain konsumiert hat oder nicht. Kurios dabei: Auch wer nicht Drogen genommen hat, weist Spuren auf seinen Händen auf.
Auf rund 90 Prozent aller US-Banknoten finden sich Spuren von Kokain. Wer also einen Dollar in seiner Geldbörse vom letzten Besuch in den Staaten aufbewahrt, hat also mit ziemlicher Sicherheit Drogen in der Tasche.

Nun stellt sich aber heraus, dass auch Drogen am Körper nicht unüblich sind. Hintergrund ist eine neue Technik, die Kokain an der menschlichen Haut erkennen kann. In einem Statement erklärte Dr. Min Jang, Chemiker der Universität Surrey: "Ein Fingerabdruck ist eine großartige Möglichkeit für einen Drogentest. Mit der Methode bekommt man innerhalb von zwei Minuten ein Ergebnis."

Test gilt als sicher



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Jedoch wurden auch kritische Stimmen laut, dass man auch Koks-Spuren am Finger haben kann, auch wenn man keine Drogen konsumiert hat. Und tatsächlich erklären Wissenschaftler, dass rund zehn Prozent der Menschen auch Kokain auf den Händen hat, selbst wenn man ein Leben lang clean war. Der Grund dafür ist schnell geliefert: Ebenso, wie sich mittlerweile auch kleine Mengen Mikroplastik im menschlichen Körper befinden, gelangen auch Drogen in winzigen Dosen durch die Umwelt in uns.

Dessen waren sich die Forscher auch bei der Entwicklung der Methode bewusst. Aus diesem Grund wird beim Fingerabdruck auch die Substanz Benzoylecgonin gemessen. Dieses wird in der Leber nur dann produziert, wenn man Drogen genommen hat. Aus diesem Grund gilt der Drogen-Test als quasi sicher. Dr. Catia Costa fügt hinzu, dass sich durch diese Form nicht nur Kokain sicherstellen lässt, sondern auch andere Drogen und auch Medizin. Dies wäre eine große Erleichterung für Ärzte, die so prüfen können, ob Patienten ihre Medikamente auch in den korrekten Dosen einnehmen.
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