Wiener wüst beschimpft

"Du Hu*ensohn" – Rassismus-Vorfall schockiert Wiener

Am Freitag wurde ein Wiener rassistisch beleidigt und körperlich angegriffen – nur weil er vor einer Schranke stand und den Schlüssel dafür suchte.
Justine Gull
12.07.2026, 13:00
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Wüste Schimpftirade mit rassistischem Beigeschmack! "Heute"-Leser Leo* (20, Name von der Redaktion geändert*) hatte sich seinen Freitagvormittag wohl anders vorgestellt. Während  seiner Arbeit war der Wiener zu einem Kleingartenverein in der Donaustadt unterwegs. Vor der Wohnanlage befindet sich eine Schrankenanlage, die nur mit einer Fernbedienung geöffnet werden kann und den Zufahrtsverkehr regelt.

Leo ging zunächst davon aus, die Fernbedienung eingesteckt zu haben, und blieb mit dem Firmenwagen vor dem Schranken stehen. Doch weder er noch sein Kollege konnten den Öffner finden. "Ich war nur kurz weg, um die Fernbedienung zu holen", schildert der Wiener. Kurzzeitig blockierte der Wiener deshalb die Zufahrt mit dem Lieferwagen.

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In diesem Moment wollten gleich zwei Anrainer (76, 68) des Kleingartenvereins aus der Wohnanlage fahren und mussten lediglich kurz warten. Das dürfte den 76-jährigen Österreicher derart verärgert haben, dass die Situation wenig später eskalierte.

Mann versetzt Wiener Faustschlag

"Er wurde sofort aggressiv und begann, mich zu beleidigen", schildert Leo. Besonders schockierend: Die Beschimpfungen richteten sich laut dem Wiener gegen seine Herkunft. Unter anderem sollen Sätze wie "Fahr sofort weg, du H*nsohn" und "Wenn ich dich anfasse, werde ich dreckig, Scheiß-Ausländer", gefallen sein.

Leo versuchte nach eigenen Angaben zunächst, die Situation zu beruhigen. Kurz darauf soll jedoch ein weiteres Vereinsmitglied hinzugekommen sein. Dann eskalierte der Streit endgültig: Der 76-Jährige soll dem 20-Jährigen einen kräftigen Schlag gegen das Ohr versetzt haben. Leo filmte den Vorfall mit seinem Handy und verständigte die Polizei.

Die Beamten nahmen eine Anzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung auf. Laut Wiener Polizei lehnte der 20-Jährige jedoch eine Versorgung durch einen Rettungsdienst ab. Leo kündigt gegenüber "Heute" an, auch wegen der mutmaßlich rassistischen Beleidigungen rechtliche Schritte prüfen zu wollen.

Polizei-Bestätigung

"Aus einer Kleinigkeit sind Beleidigungen und Körperverletzung geworden. Für viele Menschen mit Migrationshintergrund ist das leider Alltag – Wegsehen ist jedoch keine Option", schreibt er auf Instagram.

{title && {title} } Gul, {title && {title} } Akt. 12.07.2026, 15:38, 12.07.2026, 13:00
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