Wegen des Verdachts auf eine nicht ordnungsgemäße Vergabe von Aufträgen für Festakte haben am Dienstag Anti-Korruptions-Ermittler den Amtssitz vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron durchsucht.
Bei der Razzia im Élysée-Palast ging es um Aufträge, die mit Zeremonien zur Aufnahme bekannter Persönlichkeiten in die staatliche Ruhmeshalle Panthéon zu tun haben. Das haben Kreise, die mit dem Fall vertraut sind, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigt. Laut einem Zeitungsbericht wurden diese Aufträge seit über zwanzig Jahren immer von der gleichen Eventfirma übernommen.
Das betroffene Veranstaltungsunternehmen habe, laut der Zeitung "Le Canard Enchaîné", für jede Zeremonie zur Aufnahme ins Panthéon rund zwei Millionen Euro verrechnet. Auch der internationale Festakt zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie im Vorjahr und weitere große Veranstaltungen seien von dieser Firma organisiert worden.