Dürfen wir heuer nur mit "Zeit-Limit" baden?

Noch ist nicht klar, ob und wann das Linzer Parkbad aufsperrt.
Noch ist nicht klar, ob und wann das Linzer Parkbad aufsperrt.Bild: Mike Wolf

Gestern 18 Grad, heute 20 Grad! Es wird wärmer – und wir Oberösterreicher fragen uns: Wird das heuer noch was mit den Freibädern? Die Antwort: Ja, aber …

Traditionell sperren die Freibäder am 1. Mai auf. Aber zumindest das ist jetzt schon fix: Damit wird's heuer nix!

"Der Bäderstart wird nicht stattfinden können", das konnte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) schon einmal gesichert sagen, als wir ihn gestern darauf ansprachen, ob es heuer mit den Freibädern gar nichts mehr wird.

Was danach kommt, das macht Luger davon abhängig, welche Regelungen bzw. Beschränkungen von der Bundesregierung kommen. "Die Schwimmbäder sind ja hygienetechnisch gesehen ein hochsensibler Bereich", so Luger.

Was er sich aber vorstellen kann, um den Sicherheitsabstand einzuhalten, ist: Dass nur eine begrenzte Anzahl an Badegästen ins Becken dürfen. "Und das dann halt auch nur für eine begrenzte Zeit, z.B. zehn Minuten. Und danach kommen die nächsten", so Luger. Kontrolliert werden soll das dann vom Linz-AG-Personal.

Von der Wiener Idee, die Bäder aufzusperren, aber mit Schwimmverbot (sodass nur die Liegewiesen genützt werden können), hält Luger nichts. "Wien hat weniger öffentliche Liege- und Grünflächen, da macht es vielleicht Sinn. Bei uns gibt's aber die Donaulände, den Pleschinger oder den Pichlinger See, wo man in der Sonne liegen kann. Dafür müssen wir dann nicht extra die Bäder aufsperren."

Und was ist, wenn bis Juli gar nicht aufgesperrt wird? Lohnt es sich dann überhaupt noch, im August für ein paar Wochen aufzusperren? "Es wird heuer vieles geben, was sich nicht mehr lohnt – aus ökonomischer Sicht. Aber das steht nicht im Vordergrund. Wenn wir dürfen, sperren wir auf. Und wenn es erst im August ist", verspricht Luger.

Gmunden hat schon konkrete Pläne

Konkrete Pläne, wann und wie geöffnet werden könnte, hat bereits die Stadt Gmunden. Dort wurde ein Konzept erarbeitet, wie man das Strandbad am 15. Mai öffnen könnte. "Am Anfang muss die Zahl der Gäste auf 500 Personen beschränkt bleiben, Vorrang haben daher zunächst die Mieter von Kabinen, gefolgt von Saisonkartenbesitzern ohne Kabine. Tagesgäste können erst in einem weiteren Schritt und im Rahmen der Möglichkeiten zugelassen werden. Da die Öffnung des Bades aufgrund der Krise später erfolgt, wird die Saison heuer im September daher entsprechend verlängert werden. Um den Mindestabstand absolut gewährleisten zu können, wird der Fußballplatz zur Hälfte als Liegewiese umfunktioniert. Es steht daher eine Gesamtfläche von rund 8.000 Quadratmeter zur Verfügung", so Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP).

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