Dying Light The Following im Test: Zombie-Matschen

Das Open-World-Survival-Horror-Game Dying Light ist mit der Erweiterung The Following zurück.
Wieder schlüpft der Spieler in die Rolle von Kyle Crane und darf nun in ein Gebiet außerhalb der infizierten Stadt Harran vordringen, um das Geheimnis eines mysteriösen Kults zu erforschen. Was Techland als Erweiterung in den Handel brachte, ist aber nicht nur ein Add-On, sondern ein packendes eigenes Spiel.

Die Standalone-Expansion für PC, Xbox One und PlayStation 4 hätte sich eigentlich den Titel einer eigenständigen Fortsetzung verdient. Sie bringt nämlich eine neue Story, neue Charaktere, innovative Gameplay-Mechaniken und eine Spielewelt mit sich, die zweimal so groß wie jene von Dying Light ist. Am überzeugenden Grundprinzip wurde festgehalten: Zombies sind langsam und verwundbar am Tag, in der Nacht werden sie aber aggressiv und manchmal unbezwingbar.

Während die beliebten und actionlastigen Kletter-, Sprung-, Renn-, Rutsch- und Abseil-Aktionen erhalten blieben, stehen nun Strandbuggys nicht nur zum schnellen Bewegen auf der Karte bereit. Vielmehr werden auch die Fahrzeuge zur Waffe. Zombiegruppen werden niedergemäht, mit einem eigenen Fähigkeits-Baum und einem Waffenarsenal aus Flammenwerfern, elektrischen Käfigen oder UV-Licht wird der Buggy zum Panzer.

Tunen, fahren, Zombies plätten

Doch auch hier wurde, wie bereits beim generellen Gameplay im originalen Dying Light, auf Realismus gesetzt. Das Fahrzeug kann "getuned" werden, indem man an Aufhängung, Motor und Bremsen schraubt oder ihn in rund 40 verschiedenen Farbmustern streicht. Ohne Treibstoff geht natürlich nichts, weswegen das Spiel (nicht nur hier) weiter stark auf das Durchsuchen und Plündern der Umgebung fokussiert ist.

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Aus alten Autos und Lastern werden Teile ausgebaut. Ohne das gesamte Spiel schmälern zu wollen: Der Buggy-Aspekt alleine hätte uns genügt, um mit The Following unsere helle Freude zu haben. Umso schöner, dass die Erweiterung auf zahlreichen weiteren Ebenen einfach sensationell ist.

Außerdem bietet The Following nämlich eine ganze Reihe neuer Waffen, wie eine Armbrust, eine neue Maschinenpistole oder Revolver. Auch die Umgebung zeigt sich deutlich anders - statt einem postapokalyptischen Stadtbild gibt es nun auch weite und hübsch gestaltete Ebenen ebenso wie eine neue Stadt. Ein Hinweis für Anfänger: Zwar kann man auch mit einem neuen Charakter in The Following starten, doch wer mit seinem Original-Dying-Light-Veteranen antritt, dessen Überlebenschancen stehen ungleich besser. The Following ist nämlich vom ersten Augenblick an anspruchsvoll.

Packende Story fesselt den Spieler

Bei der Story zeigt sich, dass Techland nicht einfach nur eine billige Handlung für seine Erweiterung herangezogen hat. Ohne zu viel zu verraten: The Following führt die Geschichte von Dying Light fort und erzählt, dass es in einem kleinen Dorf außerhalb Harrans ein Heilmittel für den Virus geben soll, der Menschen in wandelnde Tote verwandelt. Tatsächlich scheint die dort ansässige Sekte immun zu sein. Da wäre doch nichts naheliegender, als das Heilmittel zu beschaffen. Die Geschichte nimmt den Gamer gefangen, überzeugt und hat Tiefe. Und das Ende ist geradezu sensationell konzipiert.

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Rund 20 Stunden wird einem das Rätsel um den Kult und die Suche nach dem Heilmittel beschäftigen, wenn man sich nicht allen Nebenaufgaben widmet und das Game sehr direkt durchspielt. Die abwechselnden Nebenaufgaben (die teils spannender als manche Momente der Hauptstory sind) und die wunderbar wahnwitzigen Möglichkeiten wie die Zombie-Jagd mit dem Buggy wird Spieler aber deutlich länger am Bildschirmen kleben lassen. Besonders, wenn man sich dem detaillierten Konstruktionselementen widmet. Da möchte der Buggy repariert, die Waffe modifiziert und die Umgebung erkundet werden.

Es wird noch besser

Spielt sich Dying Light: The Following bis zu diesem Punkt schon super, dann wird es spätestens im Koop-Modus Weltklasse. So kann man sich nicht nur mit drei Freunden durch die blutrünstige Welt schießen und prügeln, sondern sich auch einen Kollegen mit in den Buggy holen und als "Navi" benutzen. Und mit Kollegen macht das Spiel gleich noch viel mehr Spaß - so viel, dass man es mit ziemlicher Sicherheit mehr als nur ein Mal durchspielen wird.



Quelle: YouTube

Wem das noch immer nicht reicht, dem wird der neue "Bounty"-Modus serviert, der Missionen in drei Kategorien aufteilt: "Basic", "Dailies" und "Community". Die Ziele dieser Missionen wechseln täglich. Zudem ist wieder der asymmetrische Multiplayer-Modus "Be The Zombie" mit dabei, der den Zocker gegen Spieler-gesteuerte Monstrositäten antreten lässt. Als neuer Schwierigkeitsgrad kam der "Nightmare Mode" hinzu, der die Nachtphasen verlängert und Stärke sowie Gesundheit der Zombies verstärkt. Für Herausforderungen ist also gesorgt.

Legendenjagd und Fazit

Wer sich bereits in Dying Light hochgelevelt hat, der kann Jagd auf den Legenden-Status mit einem neuen Skilltree machen. So verstärkt man zum Beispiel die Gesundheit oder den Schaden mit bestimmten Waffen. Was noch generell zum Gameplay geschrieben werden muss: Nicht nur die Zombie-Gegner agieren nun schlauer und überraschen den Spieler schon mal mit taktischen Grundkenntnissen, sondern auch die Banditen-Stützpunkte können nun statt mit Brachialgewalt mit Schleich- und Scharfschützen-Methoden angegriffen werden.

Der reine The Following DLC schlägt mit 19,99 Euro zu Buche, was anhand des Gebotenen ein Schnäppchen ist und dem bei anderen Spielen oftmals verhasstem Begriff "DLC" den schlechten Geschmack nimmt, indem es jede Menge hochwertige Inhalte liefert. Die Dying Light: The Following Enhanced Edition liefert gleich das Original Dying Light mit allen DLCs mit und kommt auf 59,99 Euro. Egal ob Neuling oder Veteran - Dying Light: The Following ist ein Pflichttitel für Survival- und Open-World-Fans. Und Dying Light ist nicht nur das aktuell beste Zombie-Game am Markt, sondern eines der besten Spiele überhaupt.

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