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Dyson Pure Humidify+Cool im Test: Saubere Sache

Mit dem Pure Humidify+Cool hat Dyson ein beeindruckendes Alles-in-einem-Gerät für Sommer und Winter und für die eigenen vier Wände geschaffen. 

Rene Findenig
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    Der Dyson Pure Humidify+Cool vereint Luftreiniger, Luftbefeuchter und Ventilator in seinem Gehäuse – und kann im <em>"Heute"</em>-Test mit allen drei Funktionen überzeugen.
    Der Dyson Pure Humidify+Cool vereint Luftreiniger, Luftbefeuchter und Ventilator in seinem Gehäuse – und kann im "Heute"-Test mit allen drei Funktionen überzeugen.
    Heute

    Jeder kennt es: Im Sommer ist es in der Wohnung oder im Haus stickig und brütend heiß, im Winter wiederum sorgt die Heizung für eine trockene Umgebung und mächtig Kopfschmerzen. Die Lösung ist für viele Menschen, sich mit Geräten wie Klimaanlagen, Luftbefeuchtern und Ventilatoren einzudecken. 699 Euro sind dabei viel Geld, aber eigentlich nicht verwunderlich, wenn man halbwegs brauchbare Geräte haben will. Dyson macht es nun anders und steckt zu diesem Preis einfach alle Funktionen in ein einziges Produkt: den Dyson Pure Humidify+Cool.

    Das Produkt vereint Luftreiniger, Luftbefeuchter und Ventilator in seinem Gehäuse – und kann im "Heute"-Test mit allen drei Funktionen überzeugen. Die Bedeutung des Produkts hebt Dyson auch mit einer Studie hervor: Abseits der Arbeit verbrächten die Menschen bis zu 90 Prozent der Zeit in geschlossenen Räumen. Wird im Winter geheizt, sinke dabei die Luftfeuchtigkeit auf 20 Prozent und darunter, was nicht nur weit unter den empfohlenen 40 bis 60 Prozent liege, sondern auch die Gesundheit beeinträchtige. Allerdings: Viele Luftbefeuchter würden nicht nur Abhilfe schaffen, sondern Bakterien verbreiten.

    System tötet Bakterien ab

    Der Dyson Pure Humidify+Cool sagt mieser Luftqualität in den eigenen vier Wänden gleich in mehrfacher Hinsicht den Kampf an. Eingeschaltet saugt die Filtereinheit die Umgebungsluft an und fängt Bakterien, Pollen, Allergene, Abgase, Staub und Gerüche in den Filtern ein. Bakterien werden aber auch über den eingebauten Wassertank in einem speziellen Schlauch im Inneren des Geräts von UV-Licht im Spektrum von 280 bis 100 Nanometern denaturiert, damit sie sich nicht mehr vermehren und verbreiten können. 

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    Das Wasser für die Luftbefeuchtung kommt danach in den Verdampfer, wo es über ein Netz aus Bakterien-bekämpfenden Silberfäden aus den Luftverstärkern gereinigt in den Raum geblasen wird. 99,9 Prozent der Bakterien und 99,5 Prozent aller Luftverschmutzungen durch Partikel soll das Dyson-Gerät dabei abtöten. Für den Nutzer bedeutet das vereinfacht: Schlechte Luft wird angesaugt, saubere Luft im Raum verteilt. Perfekt also nicht nur für die eigenen vier Wände, sondern auch für kleinere und mittlere Büros oder andere Räume, in denen man sich längere Zeit aufhält.

    Schickes Design, einfache Inbetriebnahme

    Der Dyson Pure Humidify+Cool lässt sich mit seinen rund 92,5 Zentimetern Höhe, 31,2 Zentimetern breite und 28 Zentimetern Tiefe sowie 8,3 Kilogramm Gewicht lässt sich der Dyson Pure Humidify+Cool kaum verstecken. Das will man aber auch gar nicht, denn nicht nur ist ein möglichst freistehendes Gerät für die Luftreinigung von Vorteil, auch sieht der Dyson schick aus und passt sich mit den dezenten Farben wohl gut in verschiedene Wohnräume ein. Besser ist es, schon vor dem Zusammenbau den Standplatz zu bestimmen, denn das doch schwere Gerät will laut Anleitung nicht an den Filterabdeckungen herumgetragen werden.

    Die Inbetriebnahme selbst ist simpel und schnell. Hat man einen geeigneten Platz gefunden, wird das Gerät aus dem Karton genommen und dort platziert. In den "Sockel" setzt man die beiden mitgelieferten Filter ein und rastet auf ihnen die Abdeckungen in den Verschlüssen ein. Ganz unten im Sockel ist zudem der Wassertank des Geräts versenkt, der praktisch aus dem Sockel gerollt und per Henkel zur Wasserleitung getragen werden kann. Ist er aufgefüllt, wird er zurück in das Gerät geschoben, das nun einsatzbereit ist. Über die zugehörige "Dyson Link"-App wird das Gerät nur noch in das WLAN eingebunden, schon kann es losgehen.

    Ein Gerät mit drei Funktionen

    Wie erwähnt bietet der Dyson Pure Humidify+Cool gleich drei Funktionen: Luftreinigung, Luftbefeuchtung und Kühlung. Bei der Luftbefeuchtung erfassen verschiedene Lasersensoren die eingesaugten Partikel wie Bakterien und Allergene, aber auch flüchtige organische Verbindungen (VOC, Volatile Organic Compounds) wie Kohlenwasserstoffe und Alkane. Diese werden je nach Partikel im Mikrofaserfilter oder im Aktivkohlefilter gefangen und entfernt. Folge: Saubere Luft, egal ob man die Wohnung lüftet oder es im Freien vielleicht sogar noch schlechtere Luft als in Innenräumen gibt.

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    In einem zweiten Schritt wird die Luft in den Räumen befeuchtet. Dazu erfasst das Gerät automatisch und auf Wunsch sogar kontinuierlich die relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur an seinem Standort – und leitet bei zu geringer Luftfeuchtigkeit feinste gereinigte und keimfreie Wasserpartikel in den Luftstrom. Die dritte Funktion zielt auf das "Cool" im Produktnahmen ab, man darf sie allerdings nicht mit einer tatsächlichen Kühlung verwechseln. Zwar blasen die Ventilatoren aus den Zylindern in den Seiten des ovalen Oberteils einen auf Wunsch auch starken Luftstrom in den Raum, Klimaanlagen-Ersatz ist das aber keiner. 

    Eine dreifach saubere Sache

    Alle drei Funktionen wissen zu überzeugen. Bei der Luftreinigung ist das Ergebnis nach wenigen Minuten Betrieb täglich bereits spürbar: Die Funktion schafft es nicht nur, so gut zu reinigen, dass der Feuermelder bei angebranntem Kochgut nicht anschlägt, sondern auch das Tränen der Augen bei Pollen-Allergien ein Ende hat. Während diese Funktion sehr leise über die Bühne geht, wird es bei der Luftbefeuchtung etwas, aber nicht unangenehm, lauter. Das Ansaugen des Wasser und die Verteilung über die Ventilator-Öffnungen ist aber durchaus hörbar, dafür das Resultat ebenso erfrischend bemerkbar.

    Bei der "Kühlung", also der Ventilator-Funktion, überzeugt das Gerät ebenso. Der Luftstrom kann zehnstufig verstärkt und verringert werden und lässt sich im 45-Grad-Winkel, im 90-Grad-Winkel, in einer Drehbewegung der Zylinder als "Brise", geradeaus nach vorne oder auch nach hinten aus dem Gerät leiten. Wirkliche Abkühlung gibt es dadurch zwar nicht, gerade auf höheren Stufen wird der Luftstrom aber zu einem deutlich spürbaren Wind, der zumindest an heißen Tagen als kühl wahrgenommen wird. Eine dreifach saubere Sache! Ein Nachtmodus dämpft zudem noch die Arbeitslautstärke und dimmt das Display-Licht.

    Praktische App, geniales Gerät

    Gesteuert werden kann der Dyson Pure Humidify+Cool über die beiliegende Fernbedienung und das kleine Display am Gerät, das Messwerte wie die Luftqualität, die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit farbig und mit Verlauf darstellt. Praktisch: Die Fernbedienung kann magnetisch an der Oberseite des Geräts angeheftet werden. Smarter zeigt sich aber die Steuerung über die "Dyson Link"-App (siehe Fotoshow unten). In dieser gibt es nicht nur viele zusätzliche Funktionen wie einen Timer mit Tagesplaner-Einstellungen und Informationen über die gefilterten Partikel sowie die Luftqualitäts-Entwicklung, sondern auch eine Anzeige, wann die Filter gewechselt werden sollten oder ein Tiefenreinigungszyklus ansteht.

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      Dyson Pure Humidify+Cool im Test: Die dazugehörige "Dyson Link"-App zeigt den Zustand der Luft im Freien sowie im Innenraum an.
      Dyson Pure Humidify+Cool im Test: Die dazugehörige "Dyson Link"-App zeigt den Zustand der Luft im Freien sowie im Innenraum an.
      Heute

      Wer dem eigenen Empfinden, dass der Dyson Pure Humidify+Cool saubere Arbeit leistet, nicht vertraut, bekommt die Messdaten überprüf- und nachvollziehbar von der App geliefert. Der Dyson Pure Humidify+Cool überzeugt im Test auf ganzer Linie, und das gleich dreifach als Luftreiniger, Lüftbefeuchter und Ventilator. Ein Gerät, das alle drei Funktionen so gut beherrscht, findet sich derzeit weit und breit nicht am Markt. Der Preis mag dabei zwar hoch erscheinen, wer sich aber Luftreiniger, Luftbefeuchter und Verntilator in vergleichbarer Qualität anschaffen will, kommt locker auf die 700 Euro, wenn nicht sogar weit darüber.