"Die Jeans sind mit meiner Haut verschmolzen"

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Ohne Vorwarnung explodierte die E-Zigarette in der Hosentasche eines jungen Tirolers: "Mein linker Oberschenkel ist komplett verbrannt", klagt der 21-Jährige.
E-Zigaretten werden oft als "gesündere Alternative" zu herkömmlichem Tabakkonsum beworben, eine Aussage die der leidenschaftliche Raucher Peter K. (21) aus Telfs wohl früher mitgetragen hätte – bis seine E-Zigarette in der Hosentasche explodierte. Seit dem Wochenende liegt der junge Tiroler nun mit Verbrennungen dritten Grades und starken Schmerzen im Spital.

"Auf einmal ist der Akku explodiert, völlig aus dem Nichts heraus", erinnert sich Peter K. gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Er habe sich gerade auf dem Heimweg nach der Arbeit in einer Trafik Zigaretten holen wollen, als es ohne Vorwarnung zur Detonation kam. "Sie ist überhaupt nicht heiß geworden oder so etwas. Einfach in die Luft gegangen", so der 21-Jährige: "Der Trafikant hat gedacht, das ist ein Terroranschlag."

Sofort wurde die Rettungskette in Bewegung gesetzt, der schwer verletzte Tiroler wurde in die Klinik Innsbruck gebracht, wo bereits ein OP auf ihn wartete. "Mein linker Oberschenkel ist komplett verbrannt. Die Jeans haben sich mit der Haut verschmolzen und das musste abgeschabt werden", schildert er seine Pein. Wie lange er noch im Krankenhaus bleiben muss, weiß er nicht. Eine vollständige Heilung könnte Monate dauern, eine zweite Operation könnte notwendig werden.

Amerikaner starb durch E-Tschick-Explosion

Trotz aller Schmerzen ist der Tiroler sicher, Glück gehabt zu haben. Das Schlimme: Er könnte mit seiner Ansicht sogar Recht haben. Weltweit sind bereits mehrere spontane Explosionen von bekannt, die sogar schon ein Menschenleben forderten. Tallmadge D. (38) aus Florida wurde in seinem Schlafzimmer durch Splitter einer explodierenden E-Zigarette in den Kopf getroffen und tödlich verletzt – "heute.at" berichtete. Erst im Mai hatte ein Wiener durch einen überhitzenden Akku ähnliche schwere Beinverletzungen erlitten.

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Verteidiger der elektrischen Rauchutensilie sehen bei solchen Vorfällen häufig die Schuld beim Opfer selber. Diese hätten das Gerät auf falsche Weise verwendet, oder minderwertige Billigst-Produkte aus Asien gekauft.

Diesen Argumenten kann Peter K. nichts abgewinnen. Er habe seine E-Zigarette vor nicht einmal einem halben Jahr in einem Innsbrucker Fachgeschäft erstanden, wie der 21-Jährige im Gespräch mit der "Tiroler Tageszeitung" erklärt. "Das war aber ganz sicher meine letzte. Ich bin jetzt wieder normaler Raucher. Das ist weniger gefährlich." (red)

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