"EA Sports UFC 4" im Test: Kampfsport in Reinkultur

Bumm, zack, in die Gosch'n - es geht wieder ins virtuelle Octagon! Wir haben "EA Sports UFC 4" auf der PS4 in den Submission-Griff genommen.

Kampfsport in Reinkultur, das liefert uns EA Sports mit "UFC 4" direkt ins Wohnzimmer. Es riecht förmlich nach Vaseline, der Schweiß spritzt praktisch bis auf die Couch, auch die Finger auf dem Controller werden schnell schwitzig. Wer aber glaubt, dass man sofort zum UFC-Champion aufsteigt, der irrt gewaltig. Wie im echten Leben ist hartes Training und die richtige Technik absolut essenziell.

Wir haben davor alle "UFC"-Teile intensiv gezockt, auch für Veteranen ist eine kleine Auffrischung zu empfehlen. Die Steuerung des Games muss beherrscht werden, sonst läuft man unweigerlich in ein Knock out oder eine gnadenlose Submission. So auch im Herzstück des Videospiels: Der Karrieremodus lockt einen sofort in einen Underground-Kampf, bei dem UFC-Präsident Dana White zusieht.

Steile Lernkurve: Training, Training, Training

Man sollte aber den Ratschlag des Trainers befolgen und davor noch intensiv trainieren. Wir haben die falsche Variante gewählt und werden sofort brutal verdroschen. Nach den ersten Trainings kommt aber langsam das Gefühl für das Spiel wieder zurück, für Anfänger ist die Lernkurve dennoch sehr steil. Jede Taste ist einer Gliedmaße zugeordnet, mit den Schultertasten können die Angriffe modifiziert werden, außerdem unheimlich wichtig ist die richtige Verteidigung.

Blocks oder Ausweichmanöver können einen Kampf entscheiden. Wer mit "EA Sports UFC 4" einen Arcade-Brawler erwartet, der irrt gewaltig. Zwar können auch schnelle Fights mit den aktuellen Stars und Legenden gespielt werden, wir empfehlen aber den unheimlich detaillierten Karrieremodus, auch um ein Gefühl für das Gameplay und die Steuerung zu bekommen. Über 1.600 Objekte und Moves kann man hier freispielen.

Großartiger Karriere-Modus

Am Beginn steht wieder einmal der extrem umfangreiche Creator-Modus in dem man sich seinen Kämpfer bis ins letzte Detail zusammenstellen kann. Vom kleinsten Tattoo bis zur Länge der Brusthaare, alles ist möglich! Dann geht die spannende Reise von Hinterhof-Prügeleien bis hin zur großen UFC-Karriere los. Wichtig ist die Erfahrungs-Engine, man kann seinen Fighter nach und nach spezialisieren, auch gewisse Karriere-Entscheidungen haben großen Einfluss auf die Entwicklung des Charakters.

Die grafische Umsetzung ist dabei wirklich beeindruckend, nicht nur Haare und Körperteile bewegen sich vollkommen natürlich, auch der Schweiß tropft im Laufe eines harten Kampfes nach und nach immer mehr vom Körper der Spielfigur. Auch die Kämpfe laufen sehr flüssig ab, wenn man die Steuerung kapiert hat – Ruckler liefert das Game keine. Natürlich passiert hin und wieder ein Kick, der völlig daneben geht, aber das liegt dann nicht am Game.

Unser Fazit

Für Kampfsport-Freunde ist "UFC 4" sowieso ein Pflichtkauf, aber auch für alle, die einmal in die Welt des Mixed-Martial-Arts-Fighting eintauchen wollen. Die Schwierigkeitsgrade sind gut verstellbar, sodass es für Casual-Zocker genauso Spaß macht, wie für erfahrene Käfig-Veteranen. Einen Arcade-Brawler darf man sich aber nicht erwarten, zudem sollte man sich auf viel Training und das ganze "Rundherum" auch einlassen. 

"UFC 4" ist aber auch ein würdiger neuer Teil der "UFC"-Spielereihe. Die Grafik ist fantastisch, das Gameplay merklich flüssiger geworden. Keine Frage: Die "UFC"-Reihe ist sowieso die beste ihrer Art, die man mit Geld kaufen kann. Zwar kann man sich auch hier einfach Skill-Punkte erkaufen, das bedeutet allerdings nicht, dass man so besser im Ring wird. Im Gegenteil: Wer sich ohne Investitionen die Kämpfe hart erarbeitet, lernt schnell und besser dazu und streift auch Skill-Punkte für die täglichen Herausforderungen ein.

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