Über Sebastian Bezzel

Eberhofer-Star fünfmal durch Schauspielprüfung geflogen

Fünfmal abgelehnt, heute Kult-Kommissar: Sebastian Bezzel hat sich durchgebissen. Mit "Steckerlfischfiasko" feiert er nun seinen zehnten Eberhofer.
Heute Entertainment
19.08.2026, 13:16
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Sebastian Bezzel musste erst einige Rückschläge wegstecken, bevor es mit der Schauspielkarriere klappte. Fünf Aufnahmeprüfungen versemmelte er, wie er der "Bild" erzählt – heute kennt ihn ein Millionenpublikum als Franz Eberhofer.

Kaum zu glauben, wenn man Sebastian Bezzel heute als herrlich grantigen Dorfpolizisten erlebt: Am Anfang seiner Karriere lief es alles andere als rund. Gleich fünfmal fiel der heute 55-Jährige bei Aufnahmeprüfungen für Schauspielschulen durch. Bei einem Vorsprechen war sogar Schluss, bevor er seine dritte vorbereitete Rolle zeigen durfte. Bezzel selbst sagt, er sei damals einfach nicht gut gewesen: verkrampft auf der Bühne, den Text eher heruntergebrüllt als gespielt.

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Schwierige Schule

Dabei war sein Berufswunsch früh klar – auch wenn Bezzel in der Schule nicht gerade zu den Überfliegern gehörte. Sein Mathelehrer soll ihm irgendwann den nötigen Punkt fürs Zeugnis gegeben und ihm nahegelegt haben, den Unterricht künftig lieber zu meiden. Für ihn stand ohnehin fest: Der wird Schauspieler. Bezzels Eltern unterstützten seinen Plan, allerdings mit einer Ansage: Wenn Schauspiel, dann richtig.

Nach einigen Umwegen schaffte er schließlich die Aufnahme an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Danach nahm seine Karriere Fahrt auf: 13 Jahre lang spielte er an der Seite von Eva Mattes im Konstanzer "Tatort", bevor die Rolle kam, die ihn endgültig zum Publikumsliebling machte – Franz Eberhofer.

Kurios: Vor dem ersten Eberhofer-Dreh las Bezzel bewusst nicht die Romanvorlage von Rita Falk. Er wollte seine eigene Version der Figur entwickeln und sich nicht von den Erwartungen der Fans beeinflussen lassen. Seine Frau Johanna Gehlen dagegen verschlang das Buch neben ihm im Bett. Erst nach den Dreharbeiten holte Bezzel die Lektüre nach.

Inzwischen ist aus dem Experiment eine echte Kino-Institution geworden. "Steckerlfischfiasko" ist bereits der zehnte Eberhofer-Film. Für Bezzel funktioniert die Reihe nicht nur wegen des bayerischen Lokalkolorits. Schräge Typen, Familienchaos und Provinzleben gebe es schließlich überall.

Das Erfolgsgeheimnis sieht er vor allem in den Figuren und ihrem Zusammenhalt. Franz sei zwar ein Misanthrop und notorischer Grantler, dahinter stecke aber ein großes Herz. Auch zwischen Franz und Susi stimmt für Bezzel trotz Dauerzoff die Chemie: Die beiden begegnen sich auf Augenhöhe und fühlen sich auch nach vielen gemeinsamen Jahren noch zueinander hingezogen.

Vom fünffach abgelehnten Schauspielschüler zum Gesicht einer der erfolgreichsten deutschen Kinoreihen: Bei Sebastian Bezzel hat sich Durchhalten definitiv ausgezahlt.

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