In der ostkongolesischen Provinz Ituri sorgt ein rasanter Ebola-Ausbruch für große Besorgnis unter Gesundheitsexperten. Innerhalb von etwas mehr als einem Monat wurden laut Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums über 1.000 Infektionen bestätigt. Mehr als 250 Menschen sind bisher an den Folgen der Krankheit gestorben.
Der Ursprung des Ausbruchs wird in der Goldminenstadt Mongbwalu vermutet. Bereits zu Beginn des Jahres bemerkten Ärzteteams dort eine Häufung ungewöhnlicher Erkrankungen und Todesfälle. Als die Behörden im Mai offiziell den Ausbruch erklärten, hatte sich das Virus bereits in der Region ausgebreitet.
Inzwischen wurden auch Fälle in weiteren Teilen Ostkongos sowie im benachbarten Uganda registriert. Ein Fall wurde nun auch in Frankreich bestätigt. Besonders Mongbwalu gilt weiterhin als eines der Epizentren der Epidemie.
Vor Ort kämpfen medizinische Teams nicht nur gegen das Virus, sondern auch gegen Angst, falsche Informationen und tiefes Misstrauen gegenüber den Behörden. Die Eindämmung des Ausbruchs gestaltet sich dadurch besonders schwierig.