Der aus Liberia stammende in den USA behandelte Ebola-Patient Thomas Eric Duncan ist gestorben. Die USA verschärfen nun die Kontrollen an den Flughäfen. Bei Einreisenden aus Risikoregionen wird ab sofort die Körpertemperatur gemessen.
In Spanien sorgte die für Aufregung.
Laut dem Spital Texas Health Presbyterian in Dallas starb der Patient um 7.51 Uhr (14.51 Uhr MESZ). Er hatte sich in seinem Heimatland mit Ebola infiziert, das tödliche Virus wurde aber erst nach seiner Einreise in die USA diagnostiziert. Vier Familienmitglieder Duncans stehen derzeit unter Quarantäne. Dutzende Menschen, die mit dem Liberianer nach dem Ausbruch der Krankheit in Kontakt gekommen sind, werden von den US-Gesundheitsbehörden überwacht.
Nach Recherchen der "New York Times" half Duncan am 15. September, eine an dem Virus erkrankte Frau in ein Krankenhaus von Monrovia zu bringen. Nach einer Ansteckung vergehen bis zu 21 Tage, bis erste Zeichen der Krankheit wie Fieber und Übelkeit auftreten.
Ärzte schickten Ebola-Patient zunächst nach Hause
Duncan hatte in der Nacht zum 26. September mit Beschwerden eine Klinik in Dallas aufgesucht. Obwohl er eine Krankenschwester über seinen Aufenthalt in Westafrika informierte, schickten ihn die Ärzte zunächst wieder nach Hause. Zwei Tage später wurde der Liberianer erneut ins Krankenhaus eingeliefert, am 30. September bestätigte die Klinik den Ebola-Fall.
Hand-Scanner als Fieberthermometer
Die USA verschärfen die Kontrollen für Passagiere, die aus Ebola-Gebieten in die Vereinigten Staaten kommen. Bei Reisenden, die aus Liberia, Sierra Leone oder Guinea kämen, werde die Körpertemperatur mit einem Hand-Scanner gemessen, berichtete der Fernsehsender "CNN" am Mittwoch unter Berufung auf die US-Regierung.
Außerdem müssten die Reisenden spezielle Fragen beantworten. Die Maßnahmen sollen dem Bericht zufolge am Wochenende oder Anfang kommender Woche eingeführt werden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sie auch auf Passagiere ausgeweitet werden, die aus anderen Ländern kommen, die mit Ebola in Berührung gekommen sind.
Bereits 3400 Tote
Bisher sind mehr als 3400 Ebola-Tote gezählt worden. Die Erkrankung grassiert vor allem in Liberia, Sierra Leone und Guinea. Allerdings gab es auch schon Fälle außerhalb Afrikas, .