Politik

Ederer und Haselsteiner ziehen gegen FPÖ ins Feld

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:54

Alles, nur keine Blauen in der Regierung, ist das Ziel der neuen Plattform "Weil's um was geht". Die Galionsfiguren: Brigitte Ederer und Hans-Peter Haselsteiner.

"Es ist mir egal, ob Christian Kern oder Sebastian Kurz der nächste Kanzler wird. Wir sind nur gegen eine blaue Regierungsbeteiligung", wetterte der Großindustrielle Hans-Peter Haselsteiner bei der Präsentation der parteiübergreifenden Plattform "Weil's um was geht". Diese Plattform ist eine Neuauflage der Anti-FPÖ-Initiative aus dem Bundespräsidentenwahlkampf.

FPÖ in Regierung ist "unappetitlich"



Für Neos-Unterstützer Haselsteiner ist eine Mehrheit aus Grünen, der (noch nicht existierenden) Liste Pilz, den Neos und einer Großpartei zumindest rechnerisch möglich. Er warnte inbrünstig vor einer Koalition mit der FPÖ: "Viele haben ein kurzes Gedächtnis. Aber aus der schwarz-blauen Ära sind noch nicht alle Prozesse geführt und noch nicht alle Schulden bezahlt". Die Vorstellung einer neuerlichen blauen Regierungsbeteiligung sei "unappetitlich".

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Keine Kleingeister

Auch Brigitte Ederer, eine weitere Galionsfigur der neuen Plattform, unterstrich, dass es "ein Thema gibt, das uns eint". Und das sei die Gegnerschaft zur FPÖ-Politik. "Weil's um was geht" sei eine "Plattform für ein progressives, weltoffenes und entschlossenes Österreich" und stehe gegen "Kleingeist und Engstirnigkeit". Europafeindliche Politik dürfe keinen Platz haben.

Die Schülervertreterin Lily Ammann (17) präsentierte sich ebenfalls als Gründungsmitglied der Plattform. Sie will junge Menschen zum Wählen animieren und tritt für eine proeuropäische Politik ein.

SP-Prominent von einst und jetzt



Unter den Unterstützern sind der Ex-SP-Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas, heute RTL-Manager, Ex-SP-Minister Rudolf Scholten und Medien-Tycoon Rudolf Kobza zu finden. Auch die Kanzlergattin und Unternehmerin Eveline Steinberger-Kern steht auf der Liste.

Zu den rund 70 Erstunterzeichnern zählen der Autor David Schalko, Schauspielerin Michou Friesz, der nächste Burgtheaterdirektor Martin Kusej, Anwalt Gabriel Lansky, Echo-Medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler sowie Life-Ball-Organisator Gery Keszler. Die langjährige Grünpolitikerin und ORF-Stiftungsrätin Marie Ringler gehört ebenso dazu wie Gitarrenlegende Harri Stojka, Dirk Stermann, Schriftsteller Michael Köhlmeier oder TV-Macher Laszlo Helbig.

"Dialogforen" geplant

Geplant sind regelmäßige "Dialogforen". Beim ersten Forum am 18. Juli am Wiener Meiselmarkt werde es um Bildungs- und Frauenpolitik gehen, kündigte die Plattform-Initiatorin und Start-up-Unternehmerin Maria Baumgartner an.

(GP)