Johannes Eggestein schoss die Austria praktisch im Alleingang in die nächste Runde des ÖFB-Cups. Der deutsche Stürmer brachte die Veilchen gegen die Hernalser bereits in der 2. Spielminute mit einem feinen Treffer in Führung, und sorgte kurz nach der Pause (55. und 58.) für die Vorentscheidung. Obendrein bereitete er das zwischenzeitliche 2:0 durch Sanel Saljic mustergültig vor. Endstand – 5:0 für den Bundesligisten.
Nach dem frühen 1:0 sahen die Zuschauer vor allem in Hälfte eins eine ausgeglichene Partie. Die Austria rotierte im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Liepaja in der Qualifikation für die Conference League gleich fünfmal – und das sah man dem Team von Stephan Helm an. Teilweise war der Regionalligist sogar spielbestimmend und kam nach Standardsituationen zu gefährlichen Chancen.
Neben spielerischen Problemen hieß es für die Austria dann auch noch: Zittern. Abwehrchef Aleks Dragovic wurde bei einem Kopfball böse von hinten abgeräumt und ging K.o. Der Innenverteidiger wurde lange am Seitenrand behandelt und taumelte dann für jeden ersichtlich in Richtung Katakomben.
Der Klassenunterschied machte sich dann vor allem in der zweiten Hälfte bemerkbar. Die Austria zog das Tempo an und sorgte mit einem Dreifach-Schlag schnell für klare Verhältnisse. In der 50. Spielminute traf Saljic freistehend vorm Tor zum 2:0. Dann folgte der große Auftritt von Eggestein. Zunächst traf der Deutsche in bester Stürmer-Manier per Abstauber zum 3:0. Fünf Minuten später legte er dann mit einem traumhaften Lupfer das 4:0 nach. Wenig später belohnte sich dann auch noch der frisch eingewechselte U17-Vize-Weltmeister Hasan Deshishku für einen guten Einsatz und traf zum 5:0-Endstand.