Marathon-Skandal

Ehemaliger Wien-Champion wegen Dopings gesperrt

Doping-Beben im Marathon: Der ehemalige Wien- und New-York-Sieger Albert Korir ist vorläufig suspendiert worden.
Sport Heute
12.01.2026, 16:51
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Ein großer Dopingfall erschüttert die internationale Laufszene: Der kenianische Marathonläufer Albert Korir, Sieger des Vienna City Marathons 2017 und New-York-Champion 2021, ist vorläufig suspendiert worden. Bei einer Probe des 31-Jährigen wurde das verbotene EPO-Derivat CERA nachgewiesen.

Die Unabhängige Integritätskommission des Leichtathletik-Weltverbands (AIU) bestätigte den positiven Test. Korir darf bis zur endgültigen Klärung nicht an Wettkämpfen teilnehmen.

Der Kenianer zählt seit Jahren zur Weltspitze über die 42,195 Kilometer. Neben seinem Triumph in Wien gewann er den New-York-Marathon 2021, stand dort insgesamt fünfmal auf dem Podest und siegte 2019 und 2025 beim Ottawa-Marathon. Zuletzt lief er im Herbst erneut als Dritter durch den Central Park.

Der Fall trifft Kenias Laufsport zu einem sensiblen Zeitpunkt. Zwar wurden zuletzt Fortschritte im Anti-Doping-Kampf attestiert, das Land steht aber weiterhin unter verschärfter Beobachtung. Immer wieder sorgen positive Tests prominenter Athleten für Schlagzeilen – allein seit den Spielen von Rio 2016 wurden über 140 kenianische Läufer gesperrt.

Für viele Sportler gilt das Laufen in Kenia als einziger Ausweg aus der Armut. Gleichzeitig fehlen oft professionelle Strukturen, was den Druck erhöht – und das Risiko von Regelverstößen offenbar weiter steigen lässt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.01.2026, 16:51
Jetzt E-Paper lesen