Ehrliche Worte – die düstere Corona-Prognose von Kurz

Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) warnt vor der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) warnt vor der Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Variante.HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Am Dienstag informierten Kurz, Anschober und Nehammer über neue Maßnahmen, die das Bundesland Tirol betreffen. Die mittelfristige Aussicht ist trüb.

Die südafrikanische Mutation breitet sich in Tirol weiter aus. Insgesamt sind 400 Verdachtsfälle dieser Variante aufgrund spezifischer PCR-Testungen in Tirol bekannt, davon sind 293 Fälle bereits vollständig durch Sequenzierung bestätigt. 129 Fälle sind noch aktiv.  

Testpflicht und Verkehrsbeschränkungen

Der Bund und das Land Tirol haben sich daher auf Verkehrsbeschränkungen geeinigt. So wird es eine Testpflicht beim Verlassen von Tirol geben. Fahrten sollen künftig nur noch mit negativem Corona-Test möglich sein, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Maßnahmen gelten ab Freitag für zehn Tage.

Alle Infos zu den Maßnahmen hier zum Nachlesen!

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Während sich im Westen die südafrikanische Variante ausbreitet, werden im Osten immer mehr Fälle der britischen Variante bekannt. "Beide Mutationen sind um rund ein Drittel ansteckender. Das macht sie gefährlicher und herausfordernder", erklärte Kanzler Kurz am Dienstag.

AstraZeneca-Impfstoff weniger wirksam

Die britische Variante dürfte durch die Impfstoffe vollständig abgedeckt sein, die südafrikanische aber nicht. "Insofern ist die südafrikanische Variante anders zu behandeln. Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung zu verhindern, wenn das nicht gelingt, zumindest zu verlangsamen."

Weg zur Normalität könnte sich "um Monate verzögern"

Sollte sich die Südafrika-Variante ausbreiten, werde sich der Weg zur Normalität "noch einmal um Monate verzögern". In Tirol sei besonders der Bezirk Schwaz betroffen. "Wir haben uns daher entschieden, die Mobilität aus und nach Tirol einzuschränken."

Derzeit müsse man vorsichtig sein, was die südafrikanische Mutation angeht, meinte Gesundheitsminister Anschober. Sollten Impfstoffe für diese Variante nicht greifen, sei die Lage schwierig. Man warte aber noch auf Studiendaten, was die Wirkung der Impfstoffe in Bezug auf die Mutationen betrifft.

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