Ein Hoppala zur Rendi-Premiere

Auweia, das war knapp: Gerade als SP-Parteichefin Rendi-Wagner ihre Rede beginnen wollte, wirbelte ein Windstoß ihre Pläne und ihre Notizen durcheinander.
Sie reagierte blitzschnell, griff nach den Blättern, konnte aber nicht mehr alle halten. Ein SP-Anhänger brachte ihr den vom Winde verwehten Zettel.



Die SPÖ-Spitze arbeitete sich bei der Kundgebung auf dem Wiener Rathausplatz vor allem an Türkis-Blau und Vizekanzler Strache ab, die Funktionäre auch an der eigenen Parteiführung.

Pamela Rendi-Wagner trat erstmals als SPÖ-Chefin beim Maiaufmarsch auf, ritt erwartungsgemäß heftige Attacken gegen Türkis-Blau. Sie schoss sich in ihrer Rede, die mit einer Schrecksekunde begann, vor allem auf Vizekanzler Strache ein:

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"Er ist ein permanenter Einzelfall. So weit haben wir es gebracht, dass der Vizekanzler von Rechtsextremen gelobt wird." Die ÖVP sehe bei den "Einzelfällen" weg, dafür helfe die FPÖ, den sozialen Ausgleich zu zerstören. Bürgermeister Michael Ludwig hatte zuvor für seine Aussage "Keine Koalition mit dieser FPÖ in Wien" heftigen Applaus geerntet.



Die Transparente zeigten, dass holpriges Reimen keine Domäne der FPÖ mehr ist: "Kurz und Strache, geht's doch scheißen, bei uns in Wien werd's nix reißen." Nicht nur Türkis-Blau, sondern

auch die SPÖ-Führung bekam ihr Fett ab.

Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda wurde wegen seiner Uhr (eine Rolex) angegriffen: "Auch auf deiner Rolex ist es 5 vor 12, Genosse" und "Drozda, hast du auf die Uhr geschaut? Zeit zu gehen".

Nicht bei, sondern nach dem SP-Aufmarsch trugen Demonstranten verfremdete PKK-Symbole (die echten sind verboten, weil die PKK als Terrororganisation eingestuft wird) über den Ring – was VP und FP sofort in helle Aufregung versetzte.

(red)

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