Bewerbungs-Ärger im Alter

Ein Jahr vor der Pension – Wiener wird von AMS gesperrt

Nach Bewerbungs-Krach wurde einem Wiener (64) das AMS-Geld für sechs Wochen gestrichen – weil er ein Angebot zu einer Jobbörse übersah ...
Robert Cajic
12.02.2026, 11:38
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"Heute"-Leser Andreas ist mit 64 Jahren – ein Jahr vor seinem Pensionsantritt – noch voller Tatendrang, aber: Auf der Suche nach einer letzten Festanstellung vor seiner Pension fing sich der Wiener gehörigen Ärger ein.

Der Grund: Der Wiener soll eine Jobbörse nicht besucht haben, wurde infolgedessen für sechs Wochen vom Arbeitsmarktservice gesperrt. Nun muss der 64-Jährige von knapp 500 Euro im Monat leben, ist mit der Miete im Verzug und kann Energierechnungen nicht mehr zahlen.

Eine Einladung nicht wahrgenommen, dann Sperre

Über Wasser hielt sich Andreas bis Jänner neben seinen AMS-Einnahmen mit einer geringfügigen Beschäftigung, dieser kann er seit dem Jahreswechsel nicht mehr nachgehen. Im Jänner kam dann der nächste Schock.

Da Andreas eine Einladung zu einer Jobbörse "für einen namhaften Gastronomiebetrieb mit gutem Ruf" nicht wahrgenommen hatte, wurde er vom AMS gesperrt. "Wir wüssten nicht, warum er vor seiner Pension nicht noch einen Job antreten könnte", so das AMS Wien auf Anfrage von "Heute".

Wiener verzweifelt: "Werde im Stich gelassen!"

Laut eigener Aussage hatte sich Andreas vielfach beworben – erfolglos. Dass der 64-Jährige wegen der versäumten Jobbörse gesperrt wurde, versteht er gar nicht:

„Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet, darf jetzt nicht mehr geringfügig arbeiten und werde einfach nur im Stich gelassen!“
"Heute"-Leser Andreas (64)Wurde nach nicht wahrgenommener Jobbörsen-Einladung vom AMS gesperrt

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Wiener und Hund müssen von 500 Euro leben

1.530 Euro muss der Wiener deshalb zurückzahlen, etwa 500 sind noch offen. Der Wiener lebt derzeit selbst von nur 500 Euro im Monat. Bezüglich seiner Wohnungsmiete bat Andreas um eine Ratenzahlung, eine Miete in Höhe von rund 340 Euro soll demnach offen sein.

An die Zahlungen weiterer Rechnungen – etwa für Energie – kann der Wiener gar nicht denken, denn: Er muss irgendwie sehen, wie er sich und seinen Hund über Wasser halten kann.

Ob der Wiener bis zu seinem Pensionsantritt im Februar 2027 überhaupt noch Arbeit findet, bezweifelt Andreas: "Wer wird mich für ein Jahr ausbilden oder anstellen?"

{title && {title} } rca, {title && {title} } Akt. 12.02.2026, 15:48, 12.02.2026, 11:38
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