Ein Kinobesuch kann wie ein Workout wirken

Wer Cola und Popcorn weglässt, kann im Kino Körper und Geist trainieren.
Wer Cola und Popcorn weglässt, kann im Kino Körper und Geist trainieren.Bild: iStock
Laut einer neuen britischen Studie ist ein Kinobesuch mit zügigem Spazieren vergleichbar. Auch unser Gehirn profitiere längerfristig davon.

Gute Nachrichten für Sportmuffel, die aktuell lieber tief im Kinosessel versinken, statt sich im Gym abzurackern: Forschende des University College in London haben herausgefunden, dass die körperlichen Vorteile eines Kinobesuchs mit denen eines Mini-Workouts vergleichbar seien.

Die Herzfrequenz der Studienteilnehmenden erhöhte sich beim Schauen des aktuellen "Aladdin"-Remakes – ähnlich wie bei leichtem Cardio, zügigem Gehen oder Gartenarbeit.

Laut den Forschenden reagiert der Körper so auf die Stimulation des Gehirns, das der Handlung eines spannenden Films folgt. Mit einer richtigen Sportsession kann man das Ganze allerdings nicht vergleichen. Und futtert man nebenher eine riesige Portion Popcorn und spült sie mit einem XL-Coke runter, profitiert unser Körper natürlich nicht mehr wirklich.

Auch unser Hirn wird trainiert

Nebst den körperlichen Benefits sei ein Kinobesuch aber auch ein gutes Training für das Gehirn. "In einem Kino widmen wir einer Sache längerfristig unsere ungeteilte Aufmerksamkeit", sagt Dr. Joseph Devlin, Professor für Neurowissenschaften und Mitautor der Studie. In einer Welt, in der es immer schwieriger werde, sich von unseren Geräten zu entfernen, sei diese anhaltende Konzentration gut für uns. Denn im Gegensatz zum Netflixen auf dem Sofa scrollen wir im Kino nicht noch nebenher durch unseren Insta-Feed.

"Wer Aktivitäten ganz ohne Ablenkung angeht, ist besser in der Lage, Probleme zu lösen und wird produktiver", sagt Devlin. Was die Studie außerdem herausgefunden hat: Beim Schauen des Films schlugen die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer irgendwann im gleichen Takt. Das kann laut den Forschenden für ein Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen. Cute!

Die Ergebnisse liefern also gleich mehrere Gründe, es sich dieses Wochenende im Lieblingskino gemütlich zu machen. Finanziert hat die Studie übrigens eine Kinokette mit Sitz in London. Die Verantwortlichen dürften über das Ergebnis mehr als erfreut sein.

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