Ein Riesenschiff, bekannt aus Funk und Fernsehen

Bild: Daniel Reinhard/www.zwischengas.com

Was haben die Fernsehserien aus den 60er-Jahren wie "Mission: Impossible", "Batman", "The Man from U.N.C.L.E." oder "The Green Hornet" gemeinsam? In all diesen Serien glitt irgendwann (oder des Öfteren) ein Chrysler New Yorker jener Zeit durch die Szene. Nicht in einer Hauptrolle, aber zu übersehen war der Chrysler trotzdem nicht, denn er verfügte über wahrhaft opulente Ausmaße.

Was haben die Fernsehserien aus den 60er-Jahren wie "Mission: Impossible", "Batman", "The Man from U.N.C.L.E." oder "The Green Hornet" gemeinsam? In all diesen Serien glitt irgendwann (oder des Öfteren) ein Chrysler New Yorker jener Zeit durch die Szene. Nicht in einer Hauptrolle, aber zu übersehen war der Chrysler trotzdem nicht, denn er verfügte über wahrhaft opulente Ausmaße.
Mit 5,56 Metern Länge und 2,02 Metern Breite war er einer der grössten Wagen auf hiesigen Strassen. Der Kofferraum allein war so riesig, dass vier Personen locker darin Karten spielen konnten, für zwei bot er ausgestreckt ein mehr oder weniger gemütliches Schlafplätzchen. Aber Grösse war nicht sein alleiniges Plus, die New-Yorker-Baureihe steckte auch voller Innovationen.

Von allem etwas mehr

Die siebte Generation des Chrysler New Yorker, gebaut in den Jahren 1964 bis 1968, geizte nicht mit inneren und äusseren Werten. Wie bereits die vorangegangene Generation waren die Wagen selbsttragend konstruiert. Fünf Zentimeter länger war der Radstand gegenüber dem Vorgänger geworden, die Gesamtlänge wuchs um sieben Zentimeter und betrug nun über 5,5 Meter, bei einem Radstand von 3,15 Metern.
Als Motor dienten Achtzylinder bewährter Bauart, im New Yorker hiess dies zunächst 6746 cm³ Hubraum und 345 SAE-PS bei 4600 Umdrehungen, später 7206 cm³ und 355 SAE-PS. Geschaltet wurde automatisch per Torqueflite Eight Wandlerautomatik mit drei Gängen. Rund 200 Kilometer pro Stunde lief die rund zwei Tonnen schwere Limousine, als Verbrauch ging man damals von etwa 18 bis 22 Litern pro 100 km aus.

Innovationen

Rund 34.000 Euro kostete der New Yorker als Limousine. Das war eine ganze Stange Geld. Auch im Chrysler New Yorker sorgten die Ingenieure immer wieder für Innovationen. So konnte man sich mit "Twilight Sentinel" die Scheinwerfer automatisch einschalten lassen. Scheibenbremsen sorgten für massiv verkürzte Bremswege.

Selbstversuch

Wie fühlt man sich in einem 5,5-Meter-Schlitten? Prächtig, denn ein sehr großzügiger Innenraum und viele Komfortattribute machen das Fahren leicht. Fingerspitzengefühl ist mehr gefragt als rohe Muskeln, denn die servounterstützte Lenkung dreht spielend leicht. Die Scheibenbremsen reagieren auf minimalen Pedaldruck. Nur für das Hochkurbeln der Seitenscheiben sind überraschenderweise Drehbewegungen nötig.

Die Rundumsicht ist prächtig und kaschiert die Gardemaße. Vom Motor hört man vergleichsweise wenig, für genügend Vortrieb sorgt er aber schon. Etwas ganz Besonderes ist der Fahrkomfort, der die Besatzung weitgehend von der Unebenheit der Straßenoberfläche entkoppelt. Man schwebt sozusagen über den Asphalt, die vergleichsweise gefühllose Lenkung verstärkt diesen Eindruck.

Die Umwelt reagiert überraschend positiv auf das 5,5-Meter-Schiff, aus damals sicherlich ab und zu spürbarer Missgunst ist inzwischen Bewunderung geworden. Diese ist auch verdient, wenn man sich die vielen herrlichen Details und die wahrlich kunstvoll gestalteten Flanken des eleganten Wagens ansieht.

Weitere Informationen, mehr Bilder, technische Daten und ein Soundmuster gibt es auf .

B. v. Rotz

 

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