Die Asiatische Hornisse, auch als Vespa velutina bekannt, wurde bereits vor über zehn Jahren erstmals in Deutschland nachgewiesen. Die invasive Art aus Südostasien macht vor allem Jagd auf Honigbienen und stellt damit eine Gefahr für heimische Insektenarten dar.
Im Gegensatz zur gefürchteten Asiatischen Riesenhornisse ist die Vespa velutina eher friedfertig. Sie sticht meist nur, wenn ihr Nest oder ihr Nachwuchs bedroht wird. Ein Abstand von zwei bis drei Metern zum Nest reicht in der Regel aus.
Doch Vorsicht: Wie chip.de unter Berufung auf die HNA berichtet, hat ein Stich der Asiatischen Hornisse eine tückische Nebenwirkung. Beim Stich wird das Opfer mit einer Duftmarke versehen, die es als Angreifer kennzeichnet. Das bedeutet: Auch wenn man sich vom Nest zurückzieht, wird man von weiteren Tieren verfolgt und mehrfach gestochen.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen warnt daher: Nach einem Stich sollte man sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen, am besten in einen geschlossenen Raum.
Der Stich der Asiatischen Hornisse ist zwar schmerzhafter als der heimischen Arten, für gesunde Menschen aber nicht lebensbedrohlich. Für Allergiker hingegen können die Stiche schwere Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock auslösen.
Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte niemals selbst Hand anlegen. Sichtungen sollten umgehend an die Untere Naturschutzbehörde oder das Neobiota-Portal gemeldet werden. Die Klimakrise begünstigt die weitere Ausbreitung der Vespa velutina in Europa.