Achtung beim Spaziergang: In Kärnten breitet sich derzeit ein gefährliches Insekt aus. Der Pinien-Prozessionsspinner sorgt vor allem im Bereich Dobratsch und Schütt für Sorgen.
Die Raupen sind nicht nur lästig, sondern können auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. "Das Problem sind in erster Linie gesundheitliche Risiken bei Mensch und Tier. Die von den Larven an die Umwelt abgegebenen Brennhaare können schwere allergische Reaktionen hervorrufen", erklärt Paul Schellander vom Land Kärnten auf 5min.at. Hautreizungen und Probleme mit den Atemwegen sind möglich.
Besonders tückisch: Die feinen Brennhaare können sich leicht verbreiten und sind kaum sichtbar. Meist sitzen die Raupen in Gespinstnestern auf Schwarz- und Weißkiefern.
Aktuell wird die Ausbreitung genau beobachtet. Das Insekt wandert vom Dobratschgebiet weiter nach Westen, Osten und Norden. Ein flächendeckendes Problem für ganz Kärnten sei das aber noch nicht. "Von einer Ausbreitung auf ganz Kärnten kann jedoch keine Rede sein", so Schellander gegenüber 5min.at. Grund dafür sind die klimatischen Bedingungen - viele Regionen sind für die Raupen im Winter zu kalt.
Gefährlich wird es vor allem im Spätwinter und Frühling. Dann verlassen die Raupen ihre Nester und bewegen sich am Boden. Für Hunde kann das besonders riskant werden. "Gefährlich ist er in dem Zusammenhang auch für Hunde bei Waldspaziergängen, da diese mit auf den Boden gefallenen Nestern und auch mit Raupen direkt in Kontakt kommen können."
Die klare Empfehlung: Abstand halten. "Um sich und seine Haustiere zu schützen, sollte der Kontakt mit Nestern und Raupen unbedingt vermieden werden", betont der Experte.