Alarm im Süden

Schock für Natur: Dürre bedroht ganzes Bundesland

Seit zwei Monaten fehlt Regen: Kärnten droht ein Rekord-Frühjahr. Bauern und Wälder stehen unter massivem Druck.
Österreich Heute
10.04.2026, 15:28
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In Kärnten spitzt sich die Lage dramatisch zu. Seit rund zwei Monaten hat es nicht mehr ergiebig geregnet - jetzt droht laut Geosphere Austria das trockenste Frühjahr seit Beginn der Messgeschichte, das berichtet der ORF.

Die Folgen sind bereits deutlich spürbar. Gerade jetzt, wo Pflanzen austreiben und Jungbäume gesetzt werden, fehlt das dringend benötigte Wasser. Die Trockenheit bremst das Wachstum und setzt den Wäldern massiv zu.

"Massive Probleme"

Besonders gefährlich: Geschwächte Bäume sind anfälliger für Schädlinge. Der Borkenkäfer ist heuer ungewöhnlich früh aktiv. Erste Fallen zeigen bereits alarmierende Zahlen. "Da war schon eine relativ große Menge an Borkenkäfern. Wenn die Borkenkäfermenge zu dem Zeitpunkt schon so groß ist, ist zu befürchten, wenn es nicht ausreichend regnet, dass wir dann wirklich spätestens im Sommer massive Probleme haben mit Borkenkäfer-Schadholz", sagt Bezirksforstinspektor Matthias Pirker im ORF.

Auch die Landwirtschaft schlägt Alarm. Auf den Feldern fehlt es an Feuchtigkeit, die Pflanzen können Dünger nicht aufnehmen. "Sie wachsen nicht und wir wissen eigentlich nicht, wie sich das entwickeln wird, wie die Erträge im Endeffekt ausschauen werden", so Landwirt Josef Pirker im ORF. Selbst der Maisanbau verzögert sich, weil die nötige Bodenfeuchte fehlt.

Und Entspannung ist nicht in Sicht. "Wir bräuchten schon mehrere Tage Dauerregen. Uns fehlen 40 Prozent auf den langjährigen Mittelwert. Also da ist schon wirklich viel Regen notwendig", erklärt Meteorologe Gerhard Hohenwarter. Allein in Villach wären rund 300 Liter pro Quadratmeter nötig - das entspricht etwa einer Woche Dauerregen.

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