Keine Chance gegen Betrüger

Konto leer! Kärntner verliert jede Minute 8.500 Euro

Ein Kärntner klickt auf eine Fake-Nachricht: Minuten später ist sein Konto leer. Die AK schlägt Alarm wegen neuer Betrugsmaschen.
Christoph Weichsler
09.04.2026, 21:55
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Ein Klick – und das Konto ist leer. Was einem Kärntner passiert ist, zeigt, wie schnell es gehen kann. Der Mann erhielt eine angebliche Nachricht seiner Bank, er müsse seine Daten aktualisieren. Er klickte auf den Link – und nur fünf Minuten später waren 42.500 Euro weg.

Besonders heftig: Das Geld verschwand im Minutentakt. Alle 60 Sekunden wurden 8.500 Euro über PayPal abgebucht, bis das Konto komplett leer war. Für das Opfer ein Schock – berichtet die "Kleine Zeitung".

AK holt Geld zurück

Erst mit Hilfe der Arbeiterkammer Kärnten kam das Geld zurück. "Alleine hat man keine Chance", sagt Konsumentenschützer Herwig Höfferer. Oft würden Betroffene von Stellen zur nächsten verwiesen – ohne Ergebnis.

In diesem Fall konnte die AK eingreifen. Das gestohlene Geld wurde unter anderem für Flugbuchungen im Ausland verwendet.

Immer mehr Betrugsfälle

Der Fall ist kein Einzelfall. Insgesamt bearbeitete die AK Kärnten im Vorjahr mehr als 65.000 Fälle – ein deutlicher Anstieg. Insgesamt wurden 822.000 Euro für Konsumenten zurückgeholt, mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor.

Betrug im Internet ist dabei eines der größten Probleme. Immer wieder fallen Menschen auf täuschend echte Nachrichten herein – oft mit fatalen Folgen.

Auch Fake-Shops im Visier

Zunehmend sorgen auch Online-Shops aus China für Ärger. Kunden bestellen vermeintlich hochwertige Produkte – erhalten aber billige Ware oder gar nichts. Rücksendungen sind oft teuer oder gar nicht möglich.

Dazu kommen Kostenfallen im Mietrecht, unzulässige Gebühren oder Probleme bei Reisen. Allein im Bereich Flüge und Urlaub wurden rund 5000 Fälle behandelt.

Forderungen werden lauter

Die Arbeiterkammer fordert jetzt strengere Regeln: bessere Preiskontrollen, mehr Schutz bei Flugbuchungen und sogar ein eigenes Schulfach für Konsumentenbildung. Der Fall zeigt: Ein falscher Klick kann reichen – und dein Konto ist leer.

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