Ein einziger Klick – und das Konto war leer: Ein Kärntner erhielt im Vorjahr eine vermeintliche Nachricht seiner Bank. Er müsse dringend eine Datenaktualisierung durchführen, hieß es, inklusive Link. Der Mann klickte – mit fatalen Folgen.
Nur fünf Minuten später waren 42.500 Euro verschwunden. Im Minutentakt wurden jeweils 8.500 Euro von seinem PayPal-Konto abgebucht, dann war das Guthaben restlos aufgebraucht.
"Mit dem Geld wurden Flüge in Spanien bezahlt", berichtet Herwig Höfferer, Abteilungsleiter für Konsumentenpolitik bei der Arbeiterkammer Kärnten. Das Opfer wandte sich verzweifelt an die AK.
"Alleine hat man kaum eine Chance, das Geld zurückzubekommen – man wird nur im Kreis geschickt." Die AK konnte den gesamten Betrag schließlich zurückholen.
Der Fall aus Kärnten zeigt, wie schnell ein Klick zum finanziellen Desaster werden kann. Umso wichtiger ist es, bei verdächtigen Nachrichten vorsichtig zu sein – und im Ernstfall Hilfe zu holen.
Diese fanden Konsumenten insgesamt 65.770 Mal bei der AK Kärnten. Das entspricht einem Plus von 12,75 Prozent gegenüber 2024.
Insgesamt wurden 822.000 Euro für Betroffene zurückgeholt – mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor. AK-Präsident Günther Goach betont: "Das ist ein klares Signal: Wir lassen niemanden im Regen stehen."
Neben klassischen Betrugsmaschen häufen sich auch Probleme mit Online-Shops aus China. Diese wirken auf den ersten Blick seriös und werben mit hochwertiger Kleidung oder Sportartikeln. Die Realität sieht anders aus:
Oft werden Kunden sogar aufgefordert, die Produkte auf eigene Kosten nach China zurückzuschicken – ein teures Unterfangen. Teilweise entstehen Schäden in Höhe von mehreren zehntausend Euro.
Die AK sieht zudem zahlreiche Problemfelder im Alltag:
Solche Fälle sind laut Konsumentenschützern längst keine Ausnahme mehr.
Auch im Reisebereich steigt die Zahl der Beschwerden: Rund 5.000 Fälle wurden im Vorjahr bearbeitet.
"Wir erwarten heuer noch mehr, auch wegen der weltweiten Unsicherheiten", so Goach laut "Kleine Zeitung". Konsumenten würden ihre Fluggastrechte zunehmend aktiv einfordern.
Die Liste der Forderungen ist lang. Die AK verlangt unter anderem:
Um den Zugang zum kostenlosen Service so einfach wie möglich zu gestalten, setzt die AK auf regionale Präsenz. AK-Direktorin-Stellvertreterin Irene Hochstetter-Lackner: "Wir sind dort, wo die Menschen uns brauchen. Unsere Beratung ist ein verlässliches Sicherheitsnetz, das direkt in den Regionen verankert ist und den Menschen kurze Wege zu ihrem Recht garantiert."