Inkassobüro drohte

Kärntnerin hat nichts bestellt – soll 4.300 Euro zahlen

Gleich zwei Betroffene meldeten sich bei der AK wegen Briefen, die sie sich nicht erklären konnten. Gefordert wurden Tausende Euro.
Newsdesk Heute
15.02.2026, 14:00
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Gleich zwei Kärntnerinnen fanden sich in einem regelrechten Albtraum wieder. Beide hatten nie etwas bestellt, und trotzdem trudelten immer mehr Rechnungen und Briefe von Inkassobüros ein. Die Forderungen beliefen sich auf mehrere Tausende Euro.

Angeblich schuldeten sie einem Onlineversandhaus insgesamt über 8.000 Euro, meldeten sich deshalb beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Eine hatte bereits die dritte Zahlungserinnerung über knapp 4.000 Euro direkt vom Händler erhalten, die andere eine Zahlungsaufforderung eines Inkassobüros über rund 4.300 Euro.

Bestellungen nie getätigt

Beide Rechnungen bezogen sich auf Bestellungen, die sie nie getätigt hatten. "Eine der Konsumentinnen hatte zunächst versucht, selbst den Fall zu klären. Ihr war aufgefallen, dass weder die Bankdaten noch die Artikelnummern mit jenen auf der Website übereinstimmten", erklärt AK-Konsumentenschützerin Kathrin Halbherr.

Tipps der AK Kärnten

  • Nicht zahlen und nicht ignorieren: Unbekannte Rechnungen oder Inkassoschreiben sollten weder bezahlt noch unbeachtet abgelegt werden.
  • Rechnung genau prüfen: Stimmen Name, Adresse, Bankverbindung, Artikelnummern und Bestelldaten nicht überein, ist Vorsicht geboten.
  • Schriftlich widersprechen: Der Forderung umgehend schriftlich widersprechen und klar festhalten, dass keine Bestellung erfolgt ist.
  • Keine sensiblen Daten weitergeben: Am Telefon oder per E-Mail keine Ausweiskopien, Bankdaten oder Zugangsdaten übermitteln.
  • Anzeige erstatten: Bei Verdacht auf Identitätsdiebstahl unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten.
  • Unterlagen sichern: Alle Schreiben, Rechnungen, E-Mails und Screenshots aufbewahren. Sie sind wichtig für die weitere Klärung.
  • Konsumentenschutz kontaktieren: Frühzeitig professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen, etwa beim Konsumentenschutz der AK Kärnten per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 050 477-2002.

In beiden Fällen erstatteten die Betroffenen Anzeige bei der Polizei. Die unrechtmäßig geforderten Beträge wurden nach Intervention der AK ausgebucht und die Kundenkonten seitens des Onlineversandhauses gesperrt, um weitere missbräuchliche Bestellungen zu verhindern.

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