Die Lage wird immer brenzliger: In Kärnten und Osttirol sorgt die anhaltende Trockenheit für eine massiv erhöhte Waldbrandgefahr. Feuerwehrleute stehen beinahe täglich im Einsatz, um Flammen in Wiesen und Wäldern einzudämmen.
"Die Waldbrandgefahr bleibt in weiten Teilen Kärntens und Osttirols auf hohem bis sehr hohem Niveau", sagt Meteorologe David Kaufmann vom Wetterdienst Tauernwetter zur "Kleinen Zeitung". Seit Anfang März gab es demnach mindestens sieben größere Brandereignisse.
Entspannung ist nicht in Sicht: Nennenswerter Regen fehlt weiterhin. Selbst die für Freitag (10.4.) angekündigten Niederschläge dürften laut Prognose nur gering ausfallen.
Zusätzlich heizt der Wind die Situation an. Vor allem im Norden weht er kräftig, in den Bergen kommt es sogar zu stürmischen Böen. Erst am Mittwoch (8.4.) sorgte der Nordföhn für ungewöhnlich hohe Temperaturen: In Mallnitz war es in 1.200 Metern Seehöhe mit rund 10 Grad der wärmste Ort Österreichs.
Die gefährliche Mischung aus Trockenheit, Wärme und Wind zeigte bereits Folgen. Am Ostersonntag mussten Feuerwehren gleich mehrmals ausrücken - unter anderem zu einem Wiesenbrand in Magersdorf. Auch im Görtschitztal standen Einsatzkräfte im Kampf gegen Flammen.
Besonders dramatisch ist die Lage oberhalb des Faaker Sees: Seit Tagen kämpfen dort hunderte Feuerwehrleute mit Unterstützung aus der Luft gegen einen hartnäckigen Waldbrand. Immer wieder flammen Glutnester auf.
Der Grund für die extreme Lage liegt tief: Seit Monaten fehlt es an Niederschlag. Allein im März fielen im Schnitt nur 19 Millimeter Regen - ein Minus von 64 Prozent. Lokal liegt das Defizit sogar bei bis zu 90 Prozent. Über das gesamte Winterhalbjahr fehlt mehr als ein Drittel des üblichen Niederschlags.