Dürre-Alarm in Österreich: In den vergangenen Monaten und speziell im März 2026 war es in vielen Teilen des Landes "deutlich zu trocken", so Mario Winkler von der Hagelversicherung gegenüber "Heute".
Besonders massiv waren die Niederschlagsdefizite (im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt) in Oberösterreich, im Westen Niederösterreichs, in der Steiermark, im Südburgenland und in Unterkärnten - mit Abweichungen von lokal mehr als 80 Prozent.
Dabei brauche das Wintergetreide dringend Wasser, und auch beim wachsenden Grünland könne "die Situation" prekär werden. Hinzu kommen tiefe Frühtemperaturen und Wind, der die Austrocknung noch zusätzlich fördert, warnt Winkler.
Auch aktuelle Auswertungen des Klimaministeriums zeigen: Der März 2026 war in Österreich mild und deutlich zu trocken. "Überdurchschnittliche Temperaturen sowie ein markantes Niederschlagsdefizit" prägten die Situation.
Umweltminister Norbert Totschnig: "Der März war deutlich zu trocken und hat vielerorts zu sinkenden Grundwasserständen geführt. Die aktuellen Niederschlagsdefizite zeigen klar, dass wir weiterhin aufmerksam bleiben müssen."
Die durchschnittliche Lufttemperatur lag demnach im März um +1,5 Grad über dem Mittel der Klima-Normalperiode 1991-2020. Gleichzeitig fiel im Österreich-Mittel mit 37 Millimeter nur etwa die Hälfte des üblichen Monatsniederschlags.
Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein Defizit: In den vergangenen drei Monaten lag der Niederschlag um 19 Prozent unter dem Durchschnitt.
Erschwerend kommt hinzu: Die trockenen Bedingungen wirkten sich auch auf die Grundwasserstände aus. Der Anteil an Messstellen mit niedrigen Niveaus stieg bis Ende März auf rund 65 Prozent, nachdem sich die Situation im Februar vorübergehend entspannt hatte.
Laut Prognosen der GeoSphere Austria komme bis Monatsmitte "unbeständiges Wetter mit regelmäßigen Niederschlägen". Doch bereits in der zweiten Aprilhälfte werde es wieder sehr warm, gleichzeitig werden Niederschläge seltener und trockene Phasen nehmen erneut zu, so die Meteorologen.