Naturnahe Lösungen gegen Krise

Überraschung! DIESER Nager ist ein echter "Klimaheld"

Zum Welt-Biber-Tag am 7. April rühmt der WWF den Biber als "Klimahelden" - seine Dämme schaffen Feuchtgebiete mit enormer Speicherleistung.
Bernd Watzka
07.04.2026, 14:48
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Der Biber ist ein Kämpfer gegen die Folgen der Erderwärmung. Zum Welt-Biber-Tag am 7. April macht der WWF Österreich auf eine neue Studie aufmerksam, die den heimischen Nager als echten Klimaschützer bestätigt.

Feuchtgebiete speichern CO2

Das Ergebnis der Studie aus der Schweiz ist beeindruckend: Feuchtgebiete, die durch Biberdämme entstehen, speichern bis zu zehnmal mehr Kohlenstoff als vergleichbare Flächen ohne Biber. Damit zählen sie zu den wirksamsten natürlichen CO2-Speichern überhaupt.

Der Grund ist einfach: Wenn Biber Wasser aufstauen, entstehen neue Feuchtzonen. Dort lagern sich Sedimente, Pflanzenreste und Totholz ab. Diese Stoffe binden große Mengen CO2 im Boden und entlasten so das Klima.

1.200 Tonnen Kohlendioxid gebunden

Wie stark dieser Effekt genau ist, zeigt die aktuelle Untersuchung: In einem Zeitraum von 13 Jahren konnten Biber an einem Fluss knapp 1.200 Tonnen CO2 binden. Solche sensationellen Werte erreichen sonst oft nur technische Klimaschutzmaßnahmen.

"Schlüsselart" im Kampf gegen Klimakrise

Für den WWF ist klar: Der Biber ist eine "Schlüsselart" im Kampf gegen Klima- und Artenkrise. "Er hält Wasser in der Landschaft und schützt uns vor Überschwemmungen und Dürren. Wer den Biber stärkt, stärkt unseren natürlichen Klimaschutz", sagt WWF-Expertin Sarah Layendecker.

Gleichzeitig profitieren viele andere Arten. In den neuen Feuchtgebieten entstehen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die auf nasse Standorte angewiesen sind. Der Biber wird damit zum Baumeister der Natur - und zum Helfer für die Biodiversität.

Mehr Platz für Biber

Der WWF fordert für Biber mehr Platz für Flüsse und Bäche. Konkret geht es um breitere Uferrandstreifen und mehr Raum für natürliche Gewässerdynamik. Nur so könne der Biber seine volle ökologische Wirkung entfalten.

Auch beim Zusammenleben mit dem Menschen brauche es klare Regeln und Lösungen. Denn wo der Biber baut, gibt es manchmal Konflikte mit Landwirtschaft oder Infrastruktur. Laut WWF sind hier naturverträgliche Maßnahmen gefragt.

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