In der Nähe des hektischen Finanzviertels in Hongkong liegt ein Tempel. Es ist ein ruhiges Plätzchen, wo auch Studenten gerne für ein gutes Prüfungsergebnis beten.
Der malerische Tempel ist Man Cheong, dem Gott der Literatur, sowie Mo, dem Gott des Krieges, gewidmet. Die beiden Gottheiten wurden vor allem von Studenten verehrt, die auf der Suche nach Erfolg bei den Prüfungen des imperialen Chinas waren. Mit dem rigorosen Test sollten die besten Beamten für den Staat gefunden werden. Noch heute sind die Gottheiten bei Studenten beliebt.
Der im Jahr 1847 erbaute Tempel ist der größte Man-Mo-Tempel in Hongkong. Kaum betritt man das Areal, schlägt einem der Duft von Räucherstäbchen entgegen. Diese stecken in unzähligen Vasen im Sand und hängen zudem spiralförmig von der Decke. Zusammen mit dem gedämpften Licht und der Akustik ist es ein Fest der Sinne – und definitiv ein angenehmer Kontrast zur Hektik des Viertels.
Nonnenkloster in Häuserschlucht
In der Nähe von Kowloon City befindet sich das Nonnenkloster Chi Lin. Es sieht aus, als hätte es schon Jahrhunderte überdauert. Gegründet 1934, wurde es 1990 neu erbaut – ohne einen einzigen Nagel. Das Kloster ist laut eigenen Angaben der größte Holzkomplex weltweit. Der dazugehörige Nan-Lian-Garten ist ideal für eine Verschnaufpause.
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(tob)