Niederösterreich

Toter (18) und mehrere Verletzte bei Böller-Drama in NÖ

Silvester-Tragödie in Ternitz (Neunkirchen): Um 0.15 Uhr wurde ein großer Böller gezündet, es gab einen Toten und mehrere Verletzte.

Schweres Böllerunglück in Ternitz: Mehrere Verletzte und ein Toter
Schweres Böllerunglück in Ternitz: Mehrere Verletzte und ein Toter
Alexander Steininger

Gewaltiges Blaulicht-Aufgebot kurz nach Mitternacht im südlichen Niederösterreich: Laut Erstinformationen hatten mehrere Jugendliche mehrere, teils große Knallkörper in St. Johann am Steinfelde (Ternitz, Bezirk Neunkirchen) gezündet. Dazu verwendeten die Teenager rund 50 Zentimeter lange Plastikrohre.

Notarzt-Helikopter im Einsatz

Durch die Detonation soll es einen Toten (18) und bis zu vier Verletzte gegeben haben. Binnen kurzer Zeit waren über 20 Einsatzfahrzeuge der Rettung, Feuerwehr und Polizei vor Ort, auch ein ÖAMTC-Notarzthelikopter landete am Unglücksort.

Die Verletzten wurden erstversorgt (ein 18-Jähriger wurde schwer verletzt, zwei Teenager leicht verletzt, zwei Mädchen erlitten einen Schock) und in Spitäler gebracht, für einen 18-Jährigen soll laut Erstinformationen jede Hilfe zu spät gekommen sein. 

    Schweres Böllerunglück in Ternitz: Mehrere Verletzte und ein Toter
    Schweres Böllerunglück in Ternitz: Mehrere Verletzte und ein Toter
    Alexander Steininger

    Nach dem Rettungseinsatz nahm die Kriminalpolizei und Spurensicherung des Landeskriminalamtes NÖ die Arbeit auf, der 18-Jährige dürfte sich laut Erstmeldung über den Knallkörper gebeugt haben.

    Erst zu Silvester 2021 war ein junger Feuerwehrmann (23) im Bezirk Baden durch eine Kugelbombe gestorben, zudem wurden mehrere Männer verletzt - mehr dazu hier.

    Tote durch Feuerwehrwerkskörper waren in den letzten Jahren generell keine Seltenheit: In der Nacht auf 1. Jänner 2012 war Feuerwehrmann Max durch die Explosion einer Kugelbombe im Bezirk Gmünd gestorben. Der erst 18-Jährige starb dabei vor den Augen seiner geschockten Freunde bzw. Familienmitglieder.

    Exakt zwei Jahre später starb ein Unternehmer (53) in Deutsch-Wagram (Gänserndorf) durch eine Kugelbombe. Der Harley-Davidson-Geschäftsbetreiber aus Sankt Pölten verschied vor den Augen seiner Freundin (43) und deren Sohn (11) - alles dazu hier.

    In Oberösterreich starb vor fünf Jahren ein 17-Jähriger durch eine Kugelbombe. Der Verkäufer wurde ausgeforscht und schließlich zu einem Jahr teilbedingter Haft verurteilt - mehr dazu hier.