Einbrecher rammen Polizei: Hohe Haftstrafen

Die Angeklagten und Anwalt Gemeiner
Die Angeklagten und Anwalt GemeinerBild: heute.at
Nach einem Einbruch hatten Ungarn alles auf eine Karte gesetzt, auf der Flucht einen Streifenwagen gerammt. Die Rechnung dafür: 18 Monate bis 5 Jahre Haft.
Zahltag für sechs Ungarn am Dienstag am Landesgericht Korneuburg: Die Männer hatten bei zahlreichen Einbrüchen – sie waren auf Reifen und Kompletträder spezialisiert – in NÖ, Wien, dem Burgenland und der Steiermark einen Schaden von knapp 300.000 Euro angerichtet (Anm.: laut Anklage sogar rund 500.000 Euro), auf der Flucht einen Streifenwagen gerammt.

Rückblick: Die Bande ging laut Anklage professionell und rücksichtslos vor, reiste stets extra aus Ungarn an, zerstörte die Überwachungskameras und Alarmanlagen und räumte Reifenlager aus. Im Mai 2018 wurden die Täter auf frischer Tat ertappt, flüchteten mit mehreren Fahrzeugen, die Polizei fuhr mit Blaulicht und Folgetonhorn hinterher. In Mühlendorf versuchten die Beamten einen Kleinbus der Bande zu überholen, bei Tempo 130 rammten die Ungarn den Streifenwagen. Erst in Siegendorf (Burgenland) konnte die Bande festgenommen werden.

Bereits im März saßen die Männer vor Gericht ("Heute" berichtete), am Dienstag wurde der Prozess fortgesetzt. Die Urteile für die Männer (23 bis 43): 18 Monate bis fünf Jahre Haft (nicht rechtskräftig). Der Mandant von Anwalt Erich Gemeiner kam mit 18 Monaten recht glimpflich davon.

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