Künftig sollen für Produktionen, die bei der Oscarverleihung für den "Besten Film" ins Rennen gehen, eine Reihe von neue Regeln gelten. Damit will die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die hinter dem wichtigsten Filmpreis der Welt stehen, für mehr Diversität und Inklusion in der Branche sorgen. Streifen, die für die Hauptkategorie nominiert sind, sollen entweder bei ihrer Besetzung auf Darsteller unterschiedlicher Ethnien achten oder sich in der Handlung gesellschaftskritische und relavante Themen widmen.
So sehr die Branche diesen Schritt begrüßt, so sehr stößt die Reform bei vielen Künstlern auch auf Ablehnung. Besonders US-Schauspielerin Kristie Alley (69) scheinen die Veränderungen wütend zu machen. Auf Twitter ließ sie laut dem Promi-Portal "toofab" sogar eine regelrechte Schimpftirade auf die Academy niederprasseln: "Das ist eine Schande für alle Künstler", poltert sie in ihrem Tweet, der inzwischen wieder von ihrem Kanal verschwunden ist. "Stellt euch mal vor, man hätte Picasso gesagt, wie er seine verdammten Bilder zu malen hat. Ihr habt den Verstand verloren." Sie wirft den Verantwortlichen vor, damit die Künstler und ihre Gedanken kontrollieren zu wollen.
Auch Allys Schauspielkollegen Dean Cain (54) und James Woods (73) sind über die Reform alles andere als erfreut. "Wahnsinn", kommentiert Woods Allys Tweet und schlägt sich auf die Seite der "Kuck mal, wer da spricht"-Darstellerin. Es ist vermutlich auch kein Zufall, dass sowohl Alley als auch Woods und Cain starke Trump-Befürworter sind, denn auch dem amtierenden US-Präsidenten ist der Großteil der Traumfabrik ein Dorn im Auge. Die neuen Oscar-Regeln für die Hauptkategorie "Bester Film" sollen 2024 in Kraft treten. Es bleibt zu hoffen, dass sich bis dahin die Gemüter wieder beruhigen und einsichtiger werden.