Oberösterreich

"Hunderte Millionen Euro" – Strom wird nun noch teurer

Die Wirtschaftskammer warnt: Der Strompreis wird jetzt noch weiter in die Höhe getrieben. Gefordert wird eine Entlastung für Firmen und Konsumenten.

Tobias Prietzel
Sieht die Energiepreise völlig aus dem Ruder laufen: Ernst Spitzbart von der Sparte Industrie.
Sieht die Energiepreise völlig aus dem Ruder laufen: Ernst Spitzbart von der Sparte Industrie.
Monika Löff, iStock

"Angesichts der völlig aus dem Ruder laufenden Energiepreise muss jeder Stein umgedreht werden", betont Ernst Spitzbart von der Sparte Industrie der WKOÖ. Die sogenannte Strompreis-Zonentrennung mache zum Teil bereits 30 Prozent und mehr der Energiekosten aus.

Der Hintergrund: Österreich ist seit vier Jahren durch die Zonentrennung vom deutschen Strommarkt – dem liquidesten Europas – phasenweise entkoppelt. Konkret bedeutet das, dass der Austausch über die Grenze mit 4,9 Gigawatt begrenzt ist.

"Ist dieses Limit erreicht, muss anderswo zu deutlich höheren Kosten Strom beschafft werden", erklärt Spitzbart.

Österreich bekommt das mehr und mehr zu spüren: Im ersten Jahr nach der Trennung war Energie im Schnitt um 3,40 Euro pro Megawattstunde teurer als in Deutschland. 2021 stieg der Wert auf fast 10 Euro.

Österreich in der Energie-Zwickmühle

In den ersten Monaten des laufenden Jahres lag die Differenz im Mittel bereits bei mehr als 25 Euro. "Mit Monatsspitzen weit über 40 Euro pro Megawattstunde", berichtet Spitzbart.

Die Tendenz sei weiter steigend, warnt der Experte. "Die geschätzte zusätzliche Belastung der österreichischen Endverbraucher liegt bei einigen hundert Millionen Euro im heurigen Jahr."

Er verlangt von der Bundesregierung, die Strompreiszonen-Vereinbarung mit Deutschland dringend neu zu verhandeln. So könne "eine wirksame Entlastung für die Industrie, das Gewerbe und die Haushalte" erreicht werden.

"Österreich bleibt mittel- bis langfristig stark von Stromimporten abhängig." WKOÖ-Experte Spitzbart pocht auf einen gemeinsamen europäischen Energiemarkt

"Österreich bleibt mittel- bis langfristig gerade im Winter stark von Stromimporten abhängig", erklärt Spitzbart. Ziel müsse die Rückkehr zu einem gemeinsamen, integrierten Energiemarkt sein – am besten für ganz Europa.

"Dazu muss das Stromnetz europaweit ertüchtigt und viel engmaschiger ausgebaut werden", betont der Wirtschaftskammer-Vertreter.

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