Jetzt kommt Ethik als Pflichtfach in den Schulen

Bildungsminister Heinz Faßmann präsentiert die Ethik-Erklärung der Religionsvertreter.
Bildungsminister Heinz Faßmann präsentiert die Ethik-Erklärung der Religionsvertreter.Denise Auer
Ab nächstem Schuljahr gibt es Ethik als Pflichtfach in der Oberstufe. Am Montag unterschrieben Bildungsminister und Religionsvertreter die Lehrpläne.

Im Kuppelsaal der TU Wien, wo man so Bildungsminister Heinz Faßmann "dem Himmel schon ein klein wenig näher ist", traf sich der ÖVP-Ressortchef mit neun Religionsvertreter, um ethische Fragen in den Lehrplänen des Ethik- und Religionsunterrichts zu verankern. Der Bildungsminister betont: "Es geht weniger um die Reproduktion von Wissen, sondern das Stellen von Fragen. Ethik ist Bewegungsunterricht des Geistes." 

Im unteren Video erklärt Heinz Faßmann konkret, wie die drei Ebenen im Lehrplan aussehen werden, die Fragen zur eigenen Identität, des friedlichen Zusammenlebens und den Umgang mit der Umwelt beinhalten.

Vom ewigen Schulversuch zum Pflichtfach

Mehr als 20 Jahre lang dauerte der Schulversuch des Ethikunterrichts an österreichischen Schulen an. Minister Faßmann ist erfreut, dass "nach Jahrzehnten Nägel mit Köpfen" gemacht wird. Damit wird der Ethikunterricht von derzeit 233 Standorten, auf insgesamt 920 Schulen aufgestockt. Im kommenden Herbst wird Ethik als Pflichtfach ab der Sekundarstufe II für Schüler eingeführt, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Ab 2024 soll das Fach in allen Schulstufen der AHS unterrichtet werden und ein Jahr später auch in den berufsbildenden höheren Schulen.

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