Einsame Insel auf der Karibik sucht Mieter

In der Karibik gibt es tropische Inseln, die über Airbnb angeboten werden. Sie denken, das kostet bestimmt ein Vermögen? Da liegen Sie allerdings falsch.

Jim Knopf lebte auf einer, Robinson Crusoe strandete auf einer, und Sie, Sie könnten eine mieten – eine Insel in der Karibik. Die Küste von Belize, ein winziges Land in Zentralamerika, ist gesäumt von Hunderten von kleinen Sandbänken, Inseln und Atollen, die das Belize Barrier Reef bilden, das zweitlängste Korallenriff der westlichen Hemisphäre.

Eine dieser kleinen Inseln ist die Little Peters Oase, sie gehört Jason. Der Amerikaner bietet sein idyllisches Eiland über die Unterkunftsplattform Airbnb zur Vermietung an. Auf der Insel erlebt man sein blaues Wunder, heißt es in der Beschreibung. Und damit ist freilich die 360-Grad-Aussicht auf das Karibische Meer gemeint.

Persönlicher Concierge

Natürlich muss man auf der sandigen Insel nicht selbst nach Kokosnüssen Ausschau halten. Das Haus mit zwei Bädern und Schlafzimmern, einem großzügigen Wohnzimmer und einer Terrasse mit direktem Zugang zum Wasser verfügt über zwei Angestellte, einen Koch und sogar einen persönlichen Concierge.

Für Essen, Boots- und Schnorchelausflüge wird auf Wunsch gesorgt. Vom Festland kann Little Peters Oasis – offiziell heißt die Insel Hopkins – über das Hafenkaff Dangriga mit dem Boot erreicht werden. Der Name Dangriga bedeutet im dort gesprochenen Garifuna-Dialekt so viel wie: "Hier ist das süße Wasser nah."

(Video: Abby Narishkin & Aliza Gulab)

Gar nicht mal so teuer

Von frühmorgens bis spätabends lässt man sich also die Sonne auf den Bauch scheinen, genießt das süße Nichtstun unter grünen Mangroven und schnorchelt mit seinen Liebsten um die Wette. Und ganz wichtig: Keiner stört! Ein wahrer Verwöhnurlaub eben. Was sich anhört, als wäre es nur für Gutbetuchte gedacht, ist gar nicht so teuer. Vermieter Jason verlangt pro Nacht auf seiner Privatinsel umgerechnet 816 Euro – Ausflüge sowie Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive. Die Summe kann man sich zudem durch vier teilen, immerhin ist die Unterkunft auf bis zu vier Gäste ausgelegt.

Auch andere, noch kleinere Inseln als die von Jason bestechen durch ihre Preise. Die benachbarte und ebenfalls zu Belize gehörende Bird Island etwa kann für umgerechnet knapp 436 Euro pro Nacht gemietet werden. Wer es wahlweise etwas abenteuerlicher haben will, verzichtet auf den Koch und die Angestellten und bringt den nötigen Proviant gleich selber mit. Im schlimmsten Fall sucht man dann halt doch auf eigene Faust nach Kokosnüssen.

Einzig die Reisezeit sollte man beachten, denn das Wetter in der Karibik kann in den Monaten zwischen Juni und Oktober ziemliche Kapriolen schlagen, starker Wind und Regen wechseln sich dabei ungemütlich lange ab. Einen karibischen Sturm auf einer einsamen Insel miterleben zu müssen, kann so schnell zum Fluch werden.

(hau)

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