Alarmierendes Foto zeigt, wie Arktis dahinschmilzt

Schlittenhunde müssen am 13. Juni 2019 in Grönland durch Schmelzwasser waten.
Schlittenhunde müssen am 13. Juni 2019 in Grönland durch Schmelzwasser waten.Bild: picturedesk.com/AFP/Danish Meteorological Institute/Steffen Olsen
Eine massive Eisschmelze verwandelte in Grönland eine Gletscher-Region in einen riesigen See. So schön das auch aussieht, so dramatisch sind die Ursachen.
Eigentlich sollte hier alles von Eis bedeckt sein. Doch als der dänische Klimaforscher Steffen Olsen eine autonome Wetterstation im Nordwesten Grönlands ansteuerte, bot sich ihm ein bizarres Bild. Seine Schlittenhunde mussten durch ein scheinbares Meer aus Schmelzwasser waten, das sich auf der nur noch 1,2 Meter dicken Eisschicht gesammelt hatte.



Noch nie wurde in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen in dieser Jahreszeit so wenig Eis gemessen. Auf etwa der Hälfte Grönlands kletterte die Temperatur vergangene Woche über den Nullpunkt. Aus der Gletscherregion wurde so ein weitläufiger See. Steffens Foto (siehe oben) zeigt eindrücklich, welche Auswirkung die Erderwärmung in der Arktis hat.

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Die Grafik: Die aktuelle Lage (blaue Linie) im Vergleich mit früheren Extrem-Jahren, in denen viel Oberflächeneis geschmolzen ist.(Bild: National Snow and Ice Data Center/University of Colorado Boulder)

"Die Schmelze ist früh und enorm", erklärt Jason Box, Klimatologe an der dänischen Forschungsanstalt für Geologie, gegenüber "ScienceAlert". Gerade im Westen Grönlands seien die Temperaturen abnormal hoch, während gleichzeitig auch kaum Schnee gefallen sei.



"Die Bewohner Grönlands sind für Transport, Jagd und Fischerei auf das Meer-Eis angewiesen", verdeutlicht Olsen noch einmal: "Sie werden die ersten sein, die vom Schmelzen der Eisschicht betroffen sind."

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(red)

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