Satellitenbilder der NASA zeigen einen Riss im Brunt-Schelfeis. An und für sich nichts besonderes, jedoch überrascht die vergleichsweise rasante Geschwindigkeit, mit welcher der Spalt wächst. So wird er jährlich um rund vier Kilometer größer.
Forschungsstation in Gefahr
Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass der Eisbrocken in den nächsten Jahren vom Schelfeis abbrechen wird. Der gigantische Eisberg wird demnach 1.700 Quadratkilometer groß sein. Das entspricht einer Fläche, die vier Mal so groß wie Wien ist.
Der Mega-Eisberg bringt aber gleichzeitig auch ein Problem mit sich. So ist die Gefahr groß, dass der Brocken durch die Strömung auf eine britische Forschungsstation krachen könnte. Joe MacGregor, Geologe der NASA, erklärt, dass die Zukunft des Brunt-Schelfeises vor allem davon abhängt, in welche Richtungen sich die Risse bewegen. (slo)