Wer am Donnerstag um die Mittagszeit die Landstraßer Hauptstraße entlangspazierte, sah den wahrscheinlich ekelhaftesten Geschäftsmann von Wien - und den genialsten! Denn er schaffte es, ein Stanitzel mit vollgepinkeltem Schnee erfolgreich zu verscherbeln.
Wer am Donnerstag um die Mittagszeit die Landstraßer Hauptstraße entlangspazierte, sah den wahrscheinlich ekelhaftesten Geschäftsmann von Wien - und den genialsten! Denn er schaffte es, ein Stanitzel mit vollgepinkeltem Schnee erfolgreich zu verscherbeln.
Leserreporter Raphael Skrepek traute seinen Augen kaum. "Bio Tschisi nur fünf Schilling! Nur fünf Schilling Bio Tschisi", brüllte der unappetitliche Möchtegern-Verkäufer auf der Landstraßer Hauptstraße, direkt neben der Busstation. Sein "Bio Tschisi" bewarb er zwar mit einem Plakat von Eskimo, produziert hat er es aber selbst.
Pinkelschnee als Geschäftsidee
Direkt neben der Busstation pinkelte der ekelhafteste Eisproduzent von Wien in den Schnee. Das gelbe Ergebnis pappte er auf ein Stanitzel und versuchte es unter die Leute zu bringen. Und um sich von der Masse der Geschäftsleute abzuheben, wollte er in Schilling bezahlt werden. Fünf ATS verlangte er für seine Pinkel-Eigenkreation.
"Typisch Österreich!"
Nach zehn Minuten hatte sich - wenig überraschend - noch kein Abnehmer für das Urin-Dessert gefunden. Das erboste den Ungustl. "Z'erst hams alle danach g'schrien und jetzt wo's wieder da is, wüs wieder kaner, gibt's ja ned! Scho wieder so typisch Österreich!", empörte sich der freche Jungspund lautstark.
Happy End in blond
Wirklich unglaublich ist allerdings das Ende der Geschichte. Zwei hübsche, junge, blonde Mädels gingen am Möchtegern-Verkäufer vorbei und erbarmten sich seiner. Sie griffen bei den Stanitzeln zu! "Sehr skurril", fand Leserreporter Raphael Skrepek, der seinen Augen kaum trauen konnte. Was die Mädels mit ihrem "Eis" dann machten, verriet Skrepek allerdings nicht.