Elektrogeräte sollen Infos über Lebensdauer zeigen

Der baden-württembergische Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) trat mit einer Forderung eine Diskussion um die Produktlebensdauer von Elektrogeräten los. So sollen Geräte mit einer Kennzeichnung versehen werden, die die Lebensdauer angibt. Hintergrund ist, dass laut einer Studie des deutschen Umweltbundesamtes (UBA) viele Geräte eine zu kurze Lebensdauer hätten.

"Viele Geräte haben eine zu kurze Lebensdauer. Aus ökologischer Sicht ist das nicht akzeptabel. Die Herstellung der Produkte verbraucht wertvolle Ressourcen; Schadstoffe und Treibhausgase belasten Umwelt und Klima. Wir müssen über Mindestanforderungen an Produktlebensdauer und Qualität nachdenken – eine Art Mindesthaltbarkeit für Elektro- und Elektronikgeräte", so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.
Gleichzeitig wurden Geräte wie Waschmaschine, Smartphone oder Fernseher immer kürzer genutzt, obwohl sie noch einwandfrei funktionieren. Dass absichtlich Mängel in Elektrogeräte eingebaut werden, um die Lebensdauer zu verkürzen, konnte in der aktuellen Studie aber nicht nachgewiesen werden. Vielmehr würden kurze Innovationszyklen dafür sorgen, dass Geräte nur mehr wenige Wochen statt über Monate auf Schwachstellen geprüft würden.

"Qualität in den Vordergrund stellen"

"Qualitätsprodukte könnten sich mit einer Kennzeichnung der Produkt-Lebensdauer noch deutlicher von Billig-Konkurrenz abheben", sagt dazu Bonde der Deutschen Presse-Agentur. "Hersteller hätten so die Möglichkeit, die Langlebigkeit ihrer Produkte noch mehr in den Vordergrund zu stellen." Andererseits würden die Kunden davon profitieren und könnten sich beim Kauf bewusst für Qualität und Langlebigkeit entscheiden.

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