Im Vergleich zu den meisten Ländern Europas ist die Grenze, ab der ein Corona-Test als positiv gilt, mit einem CT-Wert von 35 verbunden – in Österreich ist der Wert bei 30. Da verwundert es auch nicht, dass die Zahl der Corona-Fälle rund um die Olympischen Spiele steigen.
Das chinesische Olympische Komitee meldete nun 32 neue Positiv-Tests innerhalb eines Tages. Damit stieg die Gesamtzahl der Positiv-Testungen auf 232, davon wurden 136 Infektionen bei Kontrollen am Flughafen unmittelbar nach der Einreise festgestellt. 96 Fälle traten schließlich innerhalb der Olympia-Blase auf.
Brian McCloskey, Leiter der Medizinischen Olympia-Expertenkommission, vermeldete nun, dass sich elf Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach positiven Corona-Tests in einem Krankenhaus befinden. "Aber keiner dieser Fälle hat einen ernsthaften Verlauf", so der Arzt des IOC.
Darüber hinaus geht der Mediziner auch davon aus, dass die Ansteckungszahlen sinken werden, sobald ein Großteil der Sportlerinnen und Sportler in Peking angekommen ist. "Die, die sich ans Regelwerk halten, haben eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit, positiv getestet zu werden", meinte McCloskey.
Trotzdem stellt der Mediziner neuerlich klar, dass es für Olympia kein Abbruch-Szenario gibt. "Wir setzten uns keine Grenzwerte. Es geht auch nicht nur um die konkreten Zahlen, sondern auch darum, inwieweit Fälle innerhalb der Blase miteinander zusammenhängen", so der IOC-Arzt weiter. Bisher seien keine zusammenhängenden Fälle in der Olympia-Blase aufgetreten.
Einer der Positiv-Fälle war Bob-Anschieber Markus Sammer, der die Quarantäne nach zwei Negativ-Tests bereits wieder verlassen durfte. Außerdem wurde ein Mitglied des Medizinischen Teams des ÖOC ebenfalls positiv getestet, weist ebenso keine Symptome auf.
Die beiden Springerinnen Sara Marita Kramer und Jacqueline Seifriedsberger wurden noch vor der Reise nach Peking positiv getestet. Beide verpassen die Olympischen Spiele.