Wie schon im Achtelfinale gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich hatte sich die Schweizer "Nati" trotz eines Rückstands noch ins Penaltyschießen gekämpft. Nach 90 und 120 Minuten war es 1:1 gestanden.
Doch dann versagten den "Eidgenossen" die Nerven. Mario Gavranovic hatte die Schweiz noch mit 1:0 in Front geschossen, doch Fabian Schär und Manuel Akanji vergaben ihre Elfmeter danach kläglich.
Als vierter Schweizer Schütze schritt Vargas zum Punkt. Da lagen die "Eidgenossen" bereits mit 1:2 in Rückstand. Ein verwandelter Strafstoß hätte das EM-Überraschungsteam wieder voll auf Aufstiegskurs gebracht. Doch auch beim Augsburg-Legionär flatterten die Nerven. Vargas hämmerte den Ball deutlich über die Querlatte auf die gut gefüllte Zuschauer-Tribüne.
Damit war alles angerichtet für die Spanier, ließ sich Mikel Oyarzabal nicht beirren. Der fünfte spanische Schütze versenkte seinen Strafstoß sicher, schoss die Iberer damit ins Halbfinale.
Vargas war danach am Boden zerstört. Die Hände vor das Gesicht haltend schlich der Schweizer zurück in den Mittelkreis, wo er sofort von seinen Teamkollegen in den Arm genommen wurde.
Nachdem Oyarzabal getroffen hatte, brachen bei Vargas alle Dämme. Der Schweizer war untröstlich, weinte minutenlang. Da half auch nichts, dass seine Teamkollegen ihn eng umschlungen trösteten, sogar Spanien-Star Thiago zum Augsburg-Legionär kam, um ihm die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.