Elias Hirschl hat es geschafft: Der Wiener Autor steht mit seinem Roman "Schleifen" auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis – und ist damit der einzige Österreicher im Finale. Neben Hirschl sind Shida Bazyar, Franziska Gänsler, Valeria Gordeev, Peggy Mädler und Dana Vowinckel für die renommierte Auszeichnung nominiert.
Sagen wir so: Geradlinig ist hier höchstens der Buchtitel gedruckt. Hirschl nimmt seine Leser mit auf einen ziemlich wilden Gedankentrip durch Sprache, Mathematik, Philosophie, Soziologie und Medizin. Gedanken und Motive tauchen auf, verschwinden und kehren verändert wieder zurück – eben in Schleifen. Dabei geht es immer wieder um die Frage, wie wir versuchen, Ordnung in eine ziemlich chaotische Welt zu bringen. Klingt verkopft? Ist es vielleicht auch ein bisschen. Vor allem aber soll der Roman verspielt, absurd und ziemlich lustig sein.
Die Jury zeigt sich von "Schleifen" begeistert und lobt vor allem Hirschls Ideenreichtum, seine erzählerischen Tricks und den wilden Mix aus Sprachwissenschaft, Mathematik, Philosophie, Soziologie und Medizin. Das Ergebnis: ein Roman, der herausfordert, ins Absurde führt – und dabei ordentlich zum Lachen bringen soll.
Der 1994 in Wien geborene Hirschl ist Autor, Musiker und Slam Poet. Zu seinen jüngsten Romanen zählen "Salonfähig" (2021), "Content" (2024) und "Schleifen" (2026).
Wer den Deutschen Buchpreis gewinnt, entscheidet sich am 5. Oktober in Frankfurt. Auf den Sieger oder die Siegerin warten 25.000 Euro, die übrigen fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.