Seit beinahe drei Jahren ist ein Bub aus der schwedischen Gemeinde Hishult namenlos. Der Grund: seine Eltern wollen, dass das Kind im Vornamen Putin heißt. Bisher wurden jedoch alle Anträge der Behörden zurückgewiesen. Laut dem Amt sei der Nachname des russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht als Vorname geeignet.
Laut seinen Eltern soll es keinen politischen Grund für die Namenswahl geben. Auch der Angriffskrieg in der Ukraine konnte das schwedische Paar nicht umstimmen. "Der Krieg ist natürlich nicht okay. Die Menschen haben ein Recht auf Frieden. Aber inzwischen ist Putin ja an allem schuld. Inflation, Preise, Zinsen...", wird der Vater in der schwedischen Tageszeitung "Expressen" zitiert.
Das Auftreten des Buben soll die Eltern an den russischen Machthaber erinnern. "Der Kleine will bestimmen, alles soll nach seinem Willen gemacht werden. Wenn du ihn triffst, siehst du es sofort. Der Kleine ist einfach ein richtiger Putin", so das schwedische Paar.
Da der zweijährige weiterhin keinen offiziellen Namen hat, trugen die Behörden den Namen "Nikolai" in das Register ein. Auch im Kindergarten wurde der Bub mit dem Namen angesprochen – zum Unmut der Eltern. Sie schrieben Putin auf sein Regal. "Ich habe ihnen gesagt, dass sie meinen Sohn und uns als Eltern nicht respektieren, wenn sie diesen Namen verwenden. Ich habe dann Putin daneben geschrieben", erklärte die Mutter.
Laut den Eltern wird das Kind inzwischen nur noch mit "Du" angesprochen. Von seinen Eltern und seinen Geschwistern wird das Kind allerdings weiterhin Putin genannt. Um den Namen nun auch offiziell zu machen, versucht das schwedische Paar bei den Behörden nun den Namen "Puttin" durchzubringen. "Wenn es dem Kind nicht gefällt, kann der Junge ja später seinen Namen wieder ändern", erklären die Eltern abschließend.