"Wir müssen dieses Mädchen finden", appelliert eine angeblich besorgte Mutter und teilt einen Artikel über die kleine Emilia. Die Fünfjährige sei in Klagenfurt von einem Unbekannten entführt worden. Nun suche man den Täter mittels Fahndungsfoto, die Polizei bitte um Hinweise.
Doch weder Emilia, noch der Kriminalfall existieren wirklich. Dies bestätigte auch die Landespolizeidirektion Kärnten gegenüber "5min.at". Hinter der Meldung, die nun in diversen Facebook-Gruppen verbreitet wird und Eltern einen kalten Schauer über den Rücken jagt, steckt ein groß angelegter Betrugsversuch.
Und so funktioniert die Masche: Der Köder – die Fotos vonEmilia und dem "Entführer" – sollen Menschen dazu bringen, mehr darüber wissen zu wollen. Wer darauf klickt, der hängt den Betrügern schon am Haken und wird auf eine täuschend echt nachgebaute Variante von Facebook geleitet. Beim Einloggen schnappt die Falle zu: Die Nutzerdaten liegen nun in den Händen der Betrüger, von Identitätsdiebstahl bis Datenhandel im Darknet stehen ihnen sämtliche Türen offen.
Ähnliche Betrüger-Postings kursierten schon in Deutschland. Dort warnte die Polizei: "Alles frei erfunden! Lasst euch nicht täuschen, verbreitet keine Falschinformationen!"