Günstig, geschickt, genial: Austro-Handy für Ältere

Der österreichische Hersteller Emporia legt mit dem Smart.3 ein neues Senioren-Smartphone vor, das für Ältere gemacht, aber auch für Jüngere toll ist.

Mit dem Emporia Smart.3 ist dem heimischen Hersteller eine Art Geniestreich gelungen. Es bedient sich so einfach wie möglich, bietet aber gleichzeitig so viele Funktionen, dass es in weiten Teilen als Standard-Smartphone durchgeht. Gleichzeitig besitzt es einige Alleinstellungsmerkmale, die das Gerät einzigartig und nicht nur für die ältere Zielgruppe interessant machen.

Das Emporia Smart.3 bietet einen 5,5 Zoll großen Multi-Touchscreen, der mit eher geringen 720 x 1.440 Pixel auflöst. Es ist 149,5 x 71,8 x 9,65 Millimeter groß und hält sich damit gut in einer Hand. Überraschend gering ist das Gewicht mit 167 Gramm. Etwas knapp ist der Akku mit 2.500 Milliamperestunden ausgefallen. Er reicht für einen Tag bei intensiver, für etwas mehr bei durchschnittlicher Nutzung.

Typische Einsteiger-Ausstattung

Anders als bei den meisten Smartphones lässt sich hier der Akku aber tauschen. Im Inneren arbeitet ein Vierkern-Prozessor mit bis zu 1.3 Gigahertz, dazu kommen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eher knappe 16 Gigabyte interner Speicher, der allerdings per SD-Karte um 32 Gigabyte erweitert werden kann. Die Hauptkamera knipst mit 13 Megapixel, die Frontkamera mit 8 Megapixel. Als SIM-Format wird Micro-SIM verwendet.

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Das Gerät selbst wird Anfang November in Österreich um 199 Euro erscheinen. Es bietet rein technisch Einsteiger-Ausstattung, was für die Preisklasse vollkommen in Ordnung ist. Punkten kann es aber mit seinen zusätzlichen Funktionen. Es ist nämlich durch eine über Android 9 gelegte Emporia-Betriebsoberfläche so leicht zu bedienen, dass es selbst jene nicht abschreckt, die das erste Mal ein Smartphone in der Hand haben.

Tolle Trainings, geniale App

Wer dennoch Schwierigkeiten hat: In der Packung liegt ein Trainingsheft bei, das Schritt für Schritt Einrichtung, Bedienung und alle Funktionen erklärt und praktische Trainingstipps gibt, wie man mit dem Smartphone umgehen soll. Hier werden die einzelnen Tasten erklärt, das Tippen Halten des Smartphone vorgeführt und die Apps wie Kamera oder Nachrichten erklärt.

Ein Clou ist die Emporia-App, die sich über Android legt. Sie organisiert die Betriebsoberfläche in nur drei übersichtliche Bereiche. Am Startbildschirm sind die Basisfunktionen wie Telefonieren, Nachrichten, Fotoalbum und Info-Center zu finden. Per Display-Wisch nach rechts kommt man zu einer Übersicht, auf der man vier Lieblingskontakte als Schnellwahl legen kann, zudem sieht man dort die eigene Telefonnummer, kann den Anrufbeantworter abhören oder einen Notruf absetzen.

Einfaches Gerät für alle Nutzer

Per Wisch vom Startbildschirm nach links finden sich wiederum acht Kacheln. Sieben ausgewählte Apps wie Kamera, Kalender, Wecker, Wetter oder Internet sind direkt abrufbar, über die achte Kachel "Alle Apps" lassen sich alle übrigen installierten Apps ansehen und auswählen. Da auch der Google Play Store nutzbar ist, kann das Handy hier auch Apps wie Facebook, Instagram oder Whatsapp – generell alle Apps eines "normalen" Smartphones – nutzen.

Die Einfachheit und Übersichtlichkeit ist aber nicht die einzige Stärke des Emporia Smart 3. Es ist zudem staub- und spritzwasserfest, lässt sich mit vielen verschiedenen Hörgeräten koppeln, nutzt einen Akustikverstärker für bessere Verständlichkeit und liefert auch eine Ladeschale für jene mit, die ihr Gerät lieber darin zum Laden lassen, als es nur an ein USB-C-Kabel zu hängen.

Geniale Notrufmöglichkeiten

Ebenso Klasse: In der Packung finden sich zwei verschiedene Kunststoffabdeckungen für die Rückseite des Smartphones. Eine lässt es wie ein herkömmliches Smartphone mit Kamera-Öffnung aussehen, das zweit verfügt neben einer zweiten Öffnung neben unter dem Kamera-Loch. Es handelt sich hier um ein Notruf-Cover, denn es legt einen Alarm-Knopf an der Rückseite des Geräts frei.

Die Notruftaste ist standardmäßig deaktiviert, kann aber einfach eingeschaltet werden. Dazu legt man optional mehrere Notrufkontakte fest, entweder Privatpersonen oder Hilsorganisationen. Drückt man die Notruftaste dann drei Sekunden lang, verbindet sich das Gerät mit dem festgelegten Kontakt. Gleichzeitig startet auf Wunsch ein Warnton, der Personen in der Umgebung auf die Notsituation aufmerksam machen soll.

Das perfekte Einsteigergerät für Jung und Alt

Ist keine Mobilfunkverbindung, kein Guthaben oder kein Notrufkontakt gespeichert, wird der europäische Notruf 112 angerufen. Die Taste ist jedenfalls beinahe ein Novum am Smartphonemarkt. Wer lieber die herkömmliche Smartphone-Abdeckung nutzt, kann die Notruffunktionen natürlich auch über das Betriebssystem einfach aktivieren. Auch hier zeigt die Trainingsanleitung Schritt für Schritt, was zu tun ist. Was und zum Fazit des Senioren-Smartphones aus österreichischem Haus bringt.

Das Emporia Smart 3 schwächelt zwar etwas bei Akku und Speicher, der Rest ist aber gut gelöst: Die Kamera macht akzeptable Bilder, die Technik und die Auflösung sind für die einfache Darstellung vollkommen ausreichend und mit Wasser- und Staub-Schutz ist das Gerät auch überraschend robust. Die wirklichen Highlights sind die einfache Bedienoberfläche für Ältere (aber auch Smartphone-Einsteiger), dass das Gerät trotz der simplen Oberfläche alle Android-Apps ausführen kann, und dass man mit mit den Notruffunktionen ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit bekommt.

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