Fussball

Endlich Bewegung! Wie Bayern Alaba jetzt locken will

David Alaba und der FC Bayern pokern um Millionen. Jetzt scheint endlich Bewegung in die Vertragsverhandlungen zu kommen. Die Zeit drängt.
Sebastian Klein
23.09.2020, 13:07

Beim 8:0-Auftaktsieg in der Bundesliga gegen Schalke saß David Alaba am Freitag auf der Bayern-Tribüne. Offiziell wegen muskulärer Probleme. Es könnte auch der Vertragspoker hinter der Zuschauerrolle des Abwehrchefs stecken.

Seit Wochen verhandeln der deutsche Rekordmeister und der ÖFB-Star um ein neues Arbeitspapier. Alabas Vertrag läuft 2021 aus. Er will bleiben. Der Verein will ihn unbedingt halten. Es spießt sich am Gehalt.

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Agent Pini Zahavi und Vater und Co-Berater George Alaba fordern 20 Millionen Euro Jahresgehalt. Die Bayern sind bereit, 17 zu zahlen (elf Fixum, sechs in Prämien). Die Fronten sind verhärtet. Weil die Zeit drängt, wurde der Ton zuletzt rauer. Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß nannte Zahavi öffentlich einen "geldgierigen Piranha". George Alaba unterstellte Hoeneß daraufhin "schmutzige Lügen". 

Ein möglicher Transfer ist daher zumindest vorstellbar – die Bayern wollen Alaba keinesfalls im kommenden Sommer ablösefrei verlieren.

Nun scheint aber wieder Bewegung in den Vertragspoker zu kommen. Es gibt positive Signale, dass es in Kürze zu einer Einigung kommen könnte. Die deutsche "Sport Bild" nennt Details aus den Verhandlungen. Demnach sollen sich die Parteien einander beim Gehalt weiterhin nicht annähren.

Für die Bayern ist das Angebot anscheinend in Stein gemeißelt. Der Klub will sein Gehaltsgefüge nicht durcheinanderbringen, verweist zudem immer wieder auf die angespannte Lage durch die Pandemie. Alaba hat einen möglichen Transfer als Druckmittel, täte aber gut an einer raschen Einigung, um die Wogen zu glätten und als Abwehrchef wieder für sportliche Schlagzeilen zu sorgen – am Ende der Saison wartet das Highlight EURO. 

Wie können sich die beiden Seiten also einigen? Die Vertragslaufzeit scheint der Schlüssel zu sein. Anstatt der gebotenen vier Jahre soll der FC Bayern nun bereit sein, Alaba für fünf Jahre unter Vertrag zu nehmen, plus Option auf ein weiteres. 

Damit würde Alaba über Umwege auf sein gefordertes Gehalt kommen. Der 28-Jährige wäre nach Ablauf der sechs weiteren Vertragsjahre fast 35 Jahre alt.